Heimkehren

Ein Jahr vorbei, diesen Blogeintrag tippe ich schon wieder in meinem eigenen Zimmer.
Die letzten zwei Wochen bestanden vor allem aus Abschieden und letzten Malen, sodass ich auch ein wenig froh bin der gedrückten Stimmung zu entkommen. Es war deutlich schwieriger mich in Südafrika auf unbestimmte Zeit zu verabschieden als damals von meinen deutschen Freunden für ein Jahr. Wir mussten noch oft grillen, um uns von wirklich jedem zu verabschieden und dabei viele Erinnerungsfotos machen:

Am 12. August flogen wir dann nach Johannesburg und übernachteten ein letztes Mal bei den Freiwilligen des Mosaic Potch bevor wir auf das Endseminar fuhren. Mit der Hälfte aller Freiwilligen (gut 20 Leute) blieben wir für zwei Tage in einem Camp eines Game Reserves, unternahmen eine letzte Safari und natürlich hatten wir schon erste Reflexionen über unsere Erwartungen an Deutschland.

Leider war die Motivation dafür kaum vorhanden, ich fühlte mich ein bisschen in der Schwebe, schließlich hatte ich mich schon von meinem Projekt, meinen Kollegen, Freunden und irgendwie auch von Südafrika verabschiedet und wir saßen noch zwei Tage auf dem Seminar „fest“, bevor es wirklich nach Hause ging.
Erst am Flughafen und im Flugzeug bekam ich richtige Vorfreude auf Deutschland und auf das Wiedersehen mit der Familie.


Ich bin gut zu Hause angekommen und lebe mich schneller wieder ein als mir lieb ist.
In den nächsten Wochen werde ich einen abschließenden Blogeintrag über das gesamte Jahr schreiben. Bis dahin kann ich nur begeistert empfehlen: Macht einen Freiwilligendienst!

 

 

Ab in  die Wüste!

Es sind Winterferien für die Kinder und dank unserem überraschend guten Flohmarkt, konnten wir im Ferienprogramm ins Kino, zur Alpakafarm fahren und eine kleine Feier mit Kuchen und Fatcakes haben.


Nach dem Ferienprogramm schloss das Afterschoolprogramm nochmal für zwei Wochen und da nur ein Freiwilliger am Mosaic Center gebraucht wurde, war Lars so lieb und hat mir die zwei Wochen ‚freigegeben‘ und alleine Stellung gehalten. Danke <3

Nachdem mir von so vielen Südafrikanern das Nachbarland Namibia ans Herz gelegt wurde, wollte ich schließlich unbedingt dorthin. Ich suchte nach Reisegefährten und meine Pilgerfreundin Raika hatte Lust, Laune und Zeit auf einen Roadtrip und damit war die Sache beschlossen.
Nach diversen Skypetelefonaten und kleineren Planungen trafen wir uns mit unseren Flügen in Windhoek und haben uns direkt gefunden und sogar wiedererkannt 😀


Mit einem Dachzelt und einem SUV ausgerüstet,machten wir eine kleine Rundreise erst Richtung Hardap Damm, dann ins Sossusvlei (Kalahari) und zuletzt immer weiter nach Norden in den Etosha National Park Tiere schauen und schließlich noch an den Waterberg ein bisschen entspannen.


Namibia war noch einmal ein ganz anderes Erlebnis als Südafrika. Statt Straßen gibt es Schotterpisten und nur vereinzelt und 100km weit entfernt trifft man auf Dörfer und kleinere Städte. Die meisten Menschen sind auch Touristen oder unsere Guides mit denen man plötzlich über Trump redet und dann wird die Welt wieder klein. Überall das gleiche Thema 😉
Sehr praktisch an den langen Wegen und leeren Straßen:


Wir wussten immer wo wir geparkt hatten und hatten die Raststätten und Aussichtspunkte für uns. Außerdem waren wir auf jeder Schotterpiste glücklich über die teurere Variante eines Geländewagens- wir haben alle Schlaglöcher ohne Reifenpanne überstanden und konnten auf den Gravel Roads sogar mehr als 30km/h fahren ohne zu Tode geschüttelt zu werden.
Dafür begleiteten uns einmal eine Herde Zebras, wir entdeckten Warzenschweine am Seitenstreifen und die Warnhinweise für Wildtiere könnten meinetwegen auch in Deutschland aufgestellt werden.


Unsere erste Etappe ging direkt in die Kalahari und es war grandios einmal mitten in der Wüste zu stehen und auf Dünen zu klettern und mit Allrad durch den Sand zu Kurven. Für mich ein ganz neues Erlebnis und Gefühl und ich mag Wüsten jetzt genauso gerne wie das Meer.


Dann kam das Kontrastprogramm Swakopmund am Atlantischen Ozean und angrenzend die Wüste. Ein kleines Touristenstädtchen und wir nutzten die Zeit für einen kleinen Stadtbummel, genossen das ziellose Schlendern und sahen dabei Delfine, Flamingos, Robben und Pelikane an der Küste herum dümpeln.


Natürlich haben wir die wunderschönen Sanddünen nicht nur angeschaut, sondern wir wollten sie auch erklettern und dann herunter rutschen!
Das hat leider nicht ganz so geklappt wie wir es uns erhofft hatten, unsere Pappe ist zerrissen und hatte zu viel Reibung.

Notiz an uns selbst: Nächstes mal nehmen wir eine dieser Plastikschalen für Schnee mit oder versuchen es nochmal mit stärkerer Pappe 😀 ODer wir machen es wie die uns überholenden, professionellen Sandboarder und bringen eine komplette Skiausrüstung mit.

Nach Swakopmund machten wir uns auf in den Norden und stoppten hin und wieder, um uns Felsgravuren und Höhlenmalereien anzuschauen. Ein Guide führte uns dann herum und erzählte uns ein wenig zu der Geschichte und Bedeutung der Gravuren. Vor allem die Bedeutung der Giraffe gefällt mir gut: Sie holt mit ihrem langen Hals das Wasser vom Himmel und bringt Regen.
Alleine dürfen Touristengruppen die Malereien nicht mehr besuchen, da viele ihre eigenen Kritzeleien und Initialien zwischen die eigentlichen Bilder schnitzten.

Für zwei Tage ging es dann nach den vielen Bildern nach Etosha, wir wollten die Tiere schließlich auch in echt sehen.
Löwen haben wir dann zwar keine entdeckt, aber durch die flache Landschaft und die Trockenzeit gab es riesige Herden von Zebras, Gnus, Elefanten, Giraffen und Antilopen zu bestaunen.

Unsere letzte Etappe am Waterberg, war ein wenig wie Cluburlaub. Das Wetter war grandios und nach ein bisschen wandern oder besser gesagt zielgerichtetem Herumirren im Dickicht, trauten wir uns sogar für wenige Minuten in den eiskalten Pool.


Ein wunderbarer Urlaub, danke fürs Mitkommen Raika!
Für mich geht es zurück im Projekt ans Verabschieden in weniger als drei Wochen bin ich dann wieder zurück in Deutschland.

Ein bisschen Alltag

Eigentlich sollte es stürmen, uneigentlich gibt es nur einen Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein. Der Winter hier fühlt sich immer mehr nach deutschem Frühling an, morgens und nachts ist es kalt bis die Sonne kommt und man im TShirt herum läuft. Bis dahin friere ich ein wenig, denn Isolation und Heizung gibt es wie gesagt nicht. Also bin ich Teetrinker geworden, Meisterin der Zwiebeltechnik und des sehr sehr heißen Duschens.
Einen Vorteil hat das wechselhafte Wetter aber:

Regenbogen 🙂
und schöne Sonnenaufgänge, -untergänge.

Nielen, Manager des Mosaic und wenn man so will unser Boss, ist ab jetzt bis Mitte Juli in Norwegen und macht dort eine einmonatige Radtour, sodass wir etwas mehr Verantwortung für das Mosaic Center tragen. Ansonsten ändert sich nicht viel, wir haben Afterschool, ich kümmere mich um Betafence und um den nächsten US Bautrupp, den wir höchstwahrscheinlich gar nicht mehr mibekommen.
Außerdem passen wir auf Nielens Haus auf, sodass mein Kram auf zwei Wohnungen verteilt ist und ich nie das habe was ich gerade brauche.
Ohne Vorwarnung passiert es dazu in letzter Zeit öfter, dass wir kein Wasser haben oder es eine interessante Braunfärbung aufweist. Abwarten und immer einen Kanister mit „gutem“ Wasser bereit halten, ist eine recht gute Lösung. Oder man wäscht sich verschlafen das Gesicht mit braunem Wasser und hält sich gerade noch davon ab einen Schluck zu nehmen. Immerhin stand ich nicht unter der Dusche.
Zum Glück blieb das Wasser nie länger als eine Stunde aus oder wird mit etwas Geduld sogar wieder klar, wenn man den Hahn voll aufdreht.

Bis auf kleine Wasserknappheiten verliefen die letzten Wochen also eher unaufregend und wir beschlossen einen kleinen WG-Urlaub nach Hermanus zu machen und wieder einmal keine Wale zu sehen. Klar es ist noch sehr früh in der Saison, aber ein Versuch war es trotzdem wert.
Dafür probierten wir Hai-Biltong in Gansbaai, schauten das Rugby Spiel Frankreich gegen Südafrika in einer Bar mit einer sehr schönen Stimmung und machten eine Art mini Entspannungsurlaub.

Wir hatten herrliches Wetter und es war schön einmal etwas mit den Mitbewohnern zu unternehmen. Klar man lebt zusammen, aber da wir alle arbeiten sieht man sich nur für ein paar Stunden am Abend und die Wochenenden werden auch nicht immer zusammen verbracht. Auch dass Rebecca, Freiwillige des Mosaic Potch vorbeikam, war prima. Es tat einfach gut viel zu erzählen, zu entspannen und aufs Meer zu schauen. Es wurde auch ohne Wale ein schöner Ausflug, aber für mich steht fest, dass ich allein schon deswegen zurück nach Südafrika muss.

Bald sind schon Winterferien für die Kinder und in einer Woche enden die Prüfungen. Zeit das Ferienprogramm zu planen und einen kleinen Flohmarkt zu starten, um die Ausflüge zu finanzieren. Also sortierten wir einen gespendeten Kleiderberg und stellten uns an einen Taxihalt. Überraschenderweise kamen viele Kunden und Nozuko war ganz in ihrem Element als Marktschreierin („Cheap!, Cheap! I make special prices for you!“) und Yolande konnte zu jedem Oberteil perfekte Stylingtipps geben. Das Wetter spielte auch mit und wir hatten sogar ein paar unserer Kinder als Helfer dabei.
Mit den übrig gebliebenen Sachen werden wir wohl Montag einen super-duper-billig Verkauf starten und alles für R1 oder R2 verkaufen (R14 entsprechen 1€) einfach, um das Mosaic Center nicht voller gespendeter Kleidung zu haben. Überraschenderweise gibt es viele solcher Flohmarktstände im township in denen Kleidung, Gemüse, Haushaltsgegenstände und Babysachen verkauft werden und wir hatten Glück, dass an unserer Kreuzung kaum Konkurrenz war.

Natürlich könnten wir die Kleidung auch umsonst an Alle herausgeben, Mosaic möchte aber keine Kultur des bedingungslosen Gebens kreiieren. Das klingt erstmal ein bisschen egoistisch, schließlich bekommen wir Dinge für die Gemeinschaft gespendet und geben sie nicht direkt weiter, verhindert aber, dass Mosaic ausgenutzt wird, die ausgegebenen Dinge nicht geschätzt werden oder die Leute abhängig von Mosaic werden.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen und eines unserer letzten Outings mit den Kindern war es, Suppe an die Kinder im township auszugeben.

Vor allem für die Kinder von Mosaic einmal eine Abwechslung, da sie einmal Rollen tauschen durften. Diesmal waren nicht sie die Hilfsbedürftigen, sondern die Helfer. Nächste Woche kommen Mitglieder einer Kirche aus Wellington vorbei und bringen Spielzeug und Kuchen, dann dreht sich das Bild wieder um.

Ein kleiner WG-Zuwachs

Seit die Familie wieder weg ist, ging es wieder los mit dem Alltag und es hat sich an unserem Afterschoolprogramm nicht viel verändert. Wir haben eine Routine etabliert und arbeiten daran, dass wir immer genug Aktivitäten, Spiele und Schulmaterialen für die Kinder haben und natürlich dürfen unsere Outings nicht langweilig werden. Weder für uns, noch für die Kinder.


Wippen geht zum Beispiel immer 😉

Diesen Monat fand erstmals ein Swopshop Ideentreff statt, um Feedback von den Familien in der Community zu bekommen, was wir verändern, verbessern können oder gut gemacht haben. Neben vielen positiven Rückmeldungen gab es auch Hinweise darauf, dass vor allem kleineren Kindern die Spielsachen von Älteren geklaut oder ihnen die Müllsäcke aus der Hand gerissen werden. Sobald die Kinder unser Gelände verlassen und außer Sichtweite sind, haben wir jedoch keinen Überblick mehr was passiert und konnten lediglich die Eltern um Mithilfe bitten.
Eine weitere Schwierigkeit ist es außerdem, den Eltern mit dem Swopshop entgegenzukommen und gleichzeitig den Swopshop vor allem für Kindern zu konzipieren. Einerseits ist der Swopshop gegründet worden, um den Kindern die Möglichkeit zu geben an Spielzeug, Essen und Schulmaterialien zu kommen, in dem sie das township etwas sauberer halten, andererseits besteht die Gefahr, dass Eltern ihr Kind benutzen, um ihre persönlichen Einkäufe zu erledigen und so das Konzept zerstören. Eine Idee der Eltern war es wieder mehr alltägliche Gegenstände wie Öl, Papp und Zucker anzubieten, allerdings liegt es dann nie in unserer Aufsicht, ob es dem Kind etwas bringt und es Zuhause wirklich etwas abbekommt. Wird das Angebot in diese Richtung erweitert schließen sich dann jedoch Familien zusammen und sammeln gemeinsam mit ihren Kindern.
Ein Kompromiss wurde bisher nicht gefunden, dafür haben wir eine Freiwillige gefunden, die sich bereit erklärt hat Suppe zu kochen und den Kindern neben Pizzaboden, einer Frucht oder Gemüse auch einen Becher Suppe anzubieten. Noch scheint die Sonne zwar täglich und wir haben mindestens 27 Grad,nachts wird es jedoch schon kalt. Leider sind alle Häuser so gebaut, dass sie möglichst lange kühl bleiben und ich wünsche mir hin und wieder eine Heizung, die es hier auch nicht gibt.
Auch für Ma‘s vir Wellington wird deswegen ein weitere Centerumbau geplant. Der überdachte Hof wird zum Wintergarten umgebaut, sodass wir mehr Innenfläche haben und sich nicht alles in einem Raum abspielen muss. Dafür wird gerade unser Hof aufgerissen und da Nielen von Juni bis Juli einen Monat Urlaub macht, wird vor allem Lars viel mit der Organisation der Arbeit zu tun haben, während ich mit Betafence und kleineren Admintätigkeiten wie der Versicherung unserer Autos, Rechnungen und der Planung der nächsten Besuchergruppen im August beschäftigt sein werde.
Das komischste Gefühl dabei ist es jedoch, dass wir anfangen Dinge zu planen bei denen Lars
und ich schon nicht mehr in Südafrika sein werden!

Da das Wochenende nicht verplant ist, bleibt natürlich ein wenig Zeit für soziale Interaktion neben der Arbeit ;)!
Am Muttertag ging es erst einmal zu Nozuko, wir hatten eine kleine Überraschungsfeier für ihre Mutter geplant. Ein bisschen komisch war es für mich schon zu einem Muttertag einer anderen Familie zu gehen und diesen Tag auch noch riesig zu feiern. Zuhause wird ein Frühstück ans Bett geliefert und wenn es hochkommt ein Gedicht aufgesagt. Hier ist es normal, dass Besucher eingeladen werden und viel zu viel gekocht und gegessen wird.

Ein Fotoshooting durfte auch nicht fehlen, während wir uns amüsierten lag Lars mit Grippe im Bett:

Sogar mit Dresscode weiß und Jeans (wer sich wundert) !


Ab jetzt bin ich offiziell von Nozukos Familie adoptiert und falls es mit den Rückflug nicht klappt, komme ich auf jeden Fall unter!
Überhaupt fühle ich mich immer heimischer, mittlerweile trifft man bekannte Gesichter in der Mall und auf der Straße und das fühlt sich erst recht wie zuhause an. Zu dem perfekten Heimatgefühl fehlte nur noch ein Haustier, da ich sowohl Kater als auch Hund schmerzlich vermisse und dreimal darf man raten wer in unsere WG gezogen ist:


Cuba! Ein kleiner sehr süßer, zotteliger und abgemagerter Welpe, der für umgerechnet 8€ vor dem Spar Supermarkt verkauft wurde. Da Lars und ich unsere Haustiere vermissen, sich Werner einen Hund  zulegen wollte und der Rest der WG einverstanden war, zog Cuba spontan bei uns ein.
Eine Woche bangten wir aber erst einmal um ihn, denn der Tierarzt diagnostizierte Tick Fever und meinte wir dürfen zurückkommen, wenn der Hund in zwei Wochen noch lebt. Am Anfang konnte Cuba nicht viel tun außer schlafen, fressen und fiepen und wir nahmen ihn mit zum Projekt, damit immer jemand ein Auge auf ihn hatte. Das war nicht unbedingt eine Belastung, da ich vor allem morgens meine Aufgaben schnell erledigt hatte und mir unsere beiden Betafence Omas und jeder zufällig vorbeikommende Besucher beiseite standen.


Mittlerweile ist er so hyperaktiv, dass wir unsere Schuhe in Sicherheit bringen müssen bevor wir zur Arbeit gehen, damit sie uns nicht verschleppt und abgekaut werden, wenn wir nicht hinsehen. Wir sind also mehr als zuversichtlich, dass er es schafft und nur noch der Pool im Garten macht uns jedes Mal Sorgen, wenn der Hund draußen herumspringt und manchmal so wirkt als könnte er nicht bestimmen wo er langstolpert.

Zum Abschluss liebe Grüße nach Deutschland und Freddies selbstgebasteltes Auto auf dem Mosaic Bakkie:


Laut Freddie funktioniert das Ding wirklich, wenn man denn das eine oder andere Rad anmontiert.

Familienbesuch

Nach den wenigen Wochen Routine war es wieder Zeit für Abwechslung und meine Familie schaute vorbei! 

Ein bisschen aufgeregt und sehr vorfreudig erwartete ich meine Eltern und Brüder am Market Square und hoffte, dass Hinflug und Herfahrt auf der linken Seite klappen. Mit zweistündiger Verspätung tauchten sie endlich auf und ich merkte, dass ich sie alle ein wenig vermisst hatte, auch wenn ich mich in den folgenden Tagem erst wieder in unsere Familieneigenheiten einfinden musste 😀

Die ersten Tage verbrachten wir damit Wellington und Umgebung abzuklappern, ich schleifte alle hoch  auf den Berg zum Schwimmen in Bains Kloof, zeigte mein Projekt, wir waren bei Nozuko zu traditionellen Gerichten eingeladen und besichtigten die Spice Route, wobei ich es mehr als einmal bedauerte dass der Mietwagen für über 21 Jährige gemietet war. Ich bin es zu gewohnt selbst zu fahren und der Linksverkehr ist zu Beginn für meinen Bruder und meinen Vater doch ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen. Geholfen haben die Schotterstraßen wahrscheinlich auch nicht auf die und und Google Maps hin und wieder geschickt hat, aber immerhin machen sie mehr Spaß als Autobahnen 😉

Nachdem ich aufgeregt in Wellington umhergehüpft bin und versucht habe alles zu zeigen mit dem ich nur in Berührung gekommen bin und doch nur einen Bruchteil meines Alltags hier zeigen konnte, fing auch der Urlaub für mich an. Wir quetschten uns alle in den kleinen Mietwagen und es ging Richtung Cape Algulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas und den Treffpunkt von Atlantischem und Indischem Ozean.

Ein typisches Touristenbild musste sein und ich freue mich, dass wir mal wieder ein Familienfoto haben!

Nach einem herrlichen Tag am Indischen Ozean ging es weiter nach Kapstadt, viel Sightseeing musste abgearbeitet werden und auch wenn das Wetter am Anfang eher kalt und regnerisch war haben mehrere Fahrten mit den roten Touristenbussen unternommen und natürlich aus Trotz oben gesessen. 


In Afrika ist es schließlich warm und noch möchte ich nicht einsehen, dass Herbst ist und gerade in Wellington knacken wir noch täglich die 30 Grad und kein Regen ist in Sicht.

Zusammen ging es endlich nach Robben Island, nachdem ich schon früher versucht hatte mit der Amerikanischen Gruppe oder an anderen Tagen hinzufahren wo und die Fähren wegen Sturm oder technischen Problemen nie ausliefen. 


Fotos von Robben Island gibt es von mir kaum, nur den Blick auf den Tafelberg und einen kleiner Leutturm auf der Insel wollte ich fotografieren, an Gedenkstätten fühle ich mich sonst unwohl. Schließlich wird hier Verbrechen und Freiheitskämpfern gedacht und nicht nur Nelson Mandelas Zelle ausgestellt. 

Das beklemmende Gefühl, dass unser Besuch im Museumsgefängnis hinterlassen hatte, wurde zum Glück durch die raue Bootsfahrt zurück an die Waterfront abgeschüttelt und auch das Wetter in Kapstadt wurde von Tag zu Tag schöner, sodass wir sogar etwas Sonne genießen konnten als wir zum Kap der guten Hoffnung und an einem anderen Tag auf den Tafelberg wanderten.


Praktischerweise brachte die Familie eine sehr gute Kamera mit, unpraktischerweise sind darauf jetzt alle Bilder. Vielleicht postet meine Mama hier ein paar mehr Eindrücke.

Es war sehr sehr schön die ganze Truppe wiederzusehen und eine wunderbare Zeit mit euch!

Danke für den Besuch und vielleicht komme ich im August doch wieder nach Hause 😉