Die Besucher

Besucherzeit im Mosaic Projekt! Für einen Monat hat sich Rebekka unserem Projekt hier angeschlossen und hilft uns beim Afterschoolprogramm und allem was ansteht. Als fast Englisch und Musiklehrerin kommt sie perfekt zur Examenszeit und kann den Kids helfen und bringt uns hoffentlich Ideen mit wie man das Englisch lesen interessanter machen kann. Eine weitere Hand ist immer zu gebrauchen und vor allem im Backchaos von diesem Freitag war sie eine große Hilfe. Anstatt mit den Kindern raus oder irgendwo hin zu gehen, veranstalteten wir im Center einen Backwettbewerb und garnierten um die Wette.

Beide Teams sind hochkonzentriert!

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Das Endergebnis ließ sich auf jeden Fall sehen und sogar die unerwartete Zusatzaufgabe ein Ei zu kaufen, da wir diese vergessen hatten, wurde leicht gelöst.

Den Kindern und uns hat es viel Saß gemacht und am Ende haben wir nicht einmal mehr daran gedacht einen Sieger zu küren.Dafür wurden mehrere Zuckerbomben innerhalb kürzester Zeit vernichtet und der Rest gerecht zum später essen verteilt.

Unser Wochenende begann wieder mit Schwimmen und endete mit einer Wanderung am Bainskloof Pass. Herrlicher Ausblick und obwohl oder gerade weil wir keinen offizielen Touristenweg genommen haben, konnten wir ein kleines Flußtal für uns entdecken.

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Auf dem Rückweg sahen wir sogar noch einmal Paviane (Baboons) und damit war der Tag abgerundet.

Die Woche verlief alltäglich und war erfreulich entspannt, was die Kinder anging. Alle haben mitgemacht und wirklich gelernt, ich hoffe das merkt man bei den nächsten Prüfungen.

Sonntags fuhren wir spontan nach Kapstadt in die Mall und danach flanierten wir noch zum Bokap:

Alle Häuser sind sehr grell gestrichen und würden grauenhaft aussehen, wenn sie Zuhause rumstehen würden.

Als Kapstadt-Expertin konnte uns Rebekka ein paar nette Cafés, Bars und Restaurants veraten und auf dem Weg zeigen, sodass unser nächster Kapstadtbesuch schon sehr verplant sein wird und sie konnte uns auch verraten, wo es die  besten Milchshakes der Welt gibt. In der Hotelbar von Fire und Ice, versteckt in einer Seitenstraße und beendeten wir unseren Ausflug mit einem halben Milchshake. Die großen Portionen sind mehrere Mahlzeiten und dann auch noch so gut, dass man sich reinlegen möchte.

Durch das blaue Licht unter den Eiswürfeln an der Bar, ein sehr schmeichelndes Foto von uns dreien!

Nach dem (ich muss es einfach nochmal betonen, denn Rebekka hatte Recht) wirklich besten Milchshake der Welt, baten wir die Rezeption darum uns ein Taxi zu rufen. Wir bekamen das Hoteltaxi zur Verfügung gestellt und wurden für 5 Euro im Mercedes zurückgefahren. Ein richtiges Erlebnis wie leise und sanft Autos fahren können, nachdem wir seit Monaten nur mit unserer geliebten Ruckelkiste unterwegs sind, die 500 000 Kilometer auf dem Buckel hat.

Durch Musikmangel auf unseren Handys wurde unsere Rückfahrt sogar noch sehr passend mit König der Löwen begleitet. Abends wurde dann noch kurz mit der Familie geskypt und eine sehr schöne Woche war schon wieder vorbei.

Seit Samstag ist jetzt auch die amerikanische Truppe hier und baut schon fleißig auf der Baustelle, sodass wir jetzt wieder morgens auf der Baustelle arbeiten und nachmittags im Afterschoolprogramm sind.

Ich bekomme jetzt sogar die Chance das Mauern zu lernen, wobei ich bisher nur Ziegelsteine angereicht und Zement gemischt habe. Morgen sollen die Aufgaben anders verteilt werden und hin und wieder bekommen Lars und ich als „Einheimische“ auch Botengänge wie Wasser kaufen, Arbeiter rumfahren oder Klopapier kaufen aufs Auge gedrückt. Es macht trotz Hitze und Anstrengung Spaß an der Baustelle zu sein und wenn einem zu heiß wird, kann der kaputte Wasserschlauch auch kleine, zu unverhofften Zeiten auftretende Wasserfontänen produzieren. Ich bin gespannt darauf zuzusehen wie ein Haus in zwei Wochen hochgezogen wird, bisher stehen noch nicht einmal alle Mauern und es ist unvorstellbar, dass es so schnell gehen soll.
So am Rande: Hier heißt es langsam aber sicher Summer is coming : die ersten Regeln gegen unnützen Wasserverbrauch sind wieder aktuell. Unser Pool und alle Gärten dürfen nur noch begrenzt aufgefüllt und bewässert werden.

Umzug und ein Kurzurlaub

Endlich durften wir unsere Sachen packen und umziehen!

Unsere neue Hütte ist eine richtige Studentenbude, obwohl nur ein echter Student hier wohnt. Unsere anderen beiden Mitbewohner sind Helikopterpiloten (der eine ist Engländer) und alle drei sind sehr nette Leute. Berto, der Student, kann wegen der Proteste gegen die Studiengebühren gerade nicht zur UNI und sein Examen machen, weshalb er das Leben genießt und es oft Braai-Abende mit seinen Kommilitonen gibt. Unsere beiden Piloten dagegen arbeiten schon früh morgens und sehr viel, sodass wir sie tagsüber kaum zu Gesicht bekommen. Dafür trifft man sich abends und lässt den Tag ausklingen.

Unser Haus:

Sogar mit kleinem Pool!

Mein Zimmer sieht noch etwas leer aus:

Aber die Gesellschaft macht unseren Umzug am Schönsten! Dazu dürfen wir jetzt auch Freunde einladen, haben Wlan und es gibt kein Alkoholverbot mehr (letzteres war zwar auszuhalten aber unnötig!).

Das nächste Wochenende wurde für einen Trip nach Hermanus verplant. Noch ist dort Walsaison und Alex, Lars und ich beschlossen zusammen hinzufahren. Schließlich ist der Ort nur 2 Stunden entfernt und wir dürfen das Mosaic-Auto benutzen, wenn wir den Sprit bezahlen. Freitagabend ging es dann direkt los und über eine landschaftlich abenteuerliche Route über die Berge nach Hermanus. Wir kamen im Hermanus Bagpacker unter und fielen nach dem Abendessen direkt ins Bett, um Samstag mit der Küstenroute loszulegen.

Die Coastal Route führt von Hermanus immer weiter an der Felsküste entlang zu einem riesigen Sandstrand und soll der beste Platz zur Walbeobachtung von Land aus sein. Mit einem Fernglas bewaffnet wanderten wir los und genossen die Aussichten aufs Meer und hielten immer wieder an, um Seehunde zu beobachten oder Ausschau nach Walen zu halten.

Letztere ließen sich leider nicht blicken, die Hauptsaison ist schon vorbei und das Meer war zu unruhig, aber professionell sahen wir dabei schon aus:

Gemütlich schlendernd kamen wir gegen Mittag am Strand an und erweiterten den Spaziergang, um die vielen gestrandeten Blue Bottle Quallen und Schnecken anzuschauen.

Mit dem Taxi fuhren wir danach noch zum Old Neighbours Market, der gerade in dem Momrnt schloss als wir ankamen. Trotzdem bummelten wir an den Ständen vorbei und erhaschten noch einen letzten Blick auf die Ware.

Nach einer längeren Mittagspause fuhren wir noch zum Old Harbour und kletterten an die Felsenküste.

Den Abend verbrachten wir mit einer deutsch-englisch gemischten Truppe, die wir im Bagpacker kennengelernt hatten und trafen später sogar noch eine deutsche Freiwilligengruppe aus Kapstadt. Es sind doch mehr Deutsche in Südafrika als gedacht!

Über Betty’s Bay und Stellenbosch fuhren wir am Sonntag wieder nach Hause und schauten eben Pinguine statt Wale.

Und Dassies lungerten auch hier herum!

Mit einem Kaffee in Stellenbosch beendeten wir unseren kleinen aber feinen Kurzurlaub.

Die Woche startete wieder alltäglich, Mittwoch holten wir Rebekka (auch aus Deutschland) vom Flughafen ab, sie hilft uns für einen Monat im Projekt. Das passt natürlich perfekt, denn die Amerikaner kommen schon nächste Woche und werden alle Tage etwas auf den Kopf stellen. Unsere Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren: Nielen denkt sich eifrig Trump-Witze aus und klärt den Hausbau ab, während Lars versucht den Schiffscontainer der unsere Küche wird, möglichst günstig hierher transportieren zu lassen.

Ansonsten genießen wir die milden Frühlingstage mit 35 Grad und ich habe noch immer Spaß am Afterschoolprogramm!

Zusammengefasst: Uns geht es ziemlich gut und wir können uns nicht beklagen!

2 Monate schon :0

Seit zwei Monaten bin ich jetzt schon in Wellington und es kommt mir einerseits sehr kurz vor, die Zeit ist schon ein wenig verflogen und dann kommt es mir so lang vor, weil schon so viel passiert ist. 

Noch 10! Monate to go und heute mal wieder ein kleines Update was so passiert ist, leider mit sehr wenigen Bildern.

Das Afterschoolprogramm ist wieder angelaufen, wir sortieren gerade fleißig die Zeugnisse der Kinder, um sie besser unterstützen zu können und planen ein Outing zum Krankenhaus. Außerdem suchen wir neue Familien, die wir in unser Programm aufnehmen können und luden zu einer kleinen Infoveranstaltung ein. 

Wenn alles klappt kommen dann nochmal gut 10 Kinder mehr zum Afterschoolprogramm und dann wird sowohl Afrikaans als auch isiXhosa gesprochen und Englisch als Verständigungssprache noch wichtiger. Mit dem English-Wednesday versuchen wir das etwas strikter durchzuziehen und sprechen mittwochs nur noch Englisch. Nielen fasste das schön zusammen: „You are not allowed to speak Afrikaans, isiXhosa, German or nonsense, only English!“ (übersetzt: du darfst kein Afrikaans, isiXhosa, Deutsch oder Unsinn reden, nur Englisch). Natürlich wirde ich direkt dabei ertappt wie ich Lars in Deutsch nach der Uhrzeit frage. Seitdem erwische ich mich dabei wie ich ihn etwas in English fragen will oder nach dem deutschen Wort für etwas suche.

Vormittags wird der Besuch der Freiwilligengruppe aus den USA geplant, die ab dem 19.11 weitere Häuser bauen und eine Küche mitbringen! Außerdem feierten wir das einjährige Bestehen des Mosaic in Paarl Valley und sortierten alle Werkzeuge und Baumaterialien mit Sallie. Sallie ist einer der Arbeiter und leider kannte weder er noch wir manchmal die englische Bezeichnung des Werkzeuges. Auf unserer Bestandsliste steht jetzt also hin und wieder so etwas wie 3 teeth fork für eine Mistgabel mit 3 Zinken. Kreativ sind wir ja schon :D. Vielleicht müssen wir aber auch nochmal nach den richtigen Bezeichnungen suchen, damit Nielen nicht an uns verzweifelt.

Wie bereits erzählt haben wir vor ein paar Wochen ein kleines Mittagessen für die Kinder vor dem eigentlichen Start des Programms eingeführt und wenn Nozuko Zeit und Lust hat, wird für die Kinder gekocht. Sehr praktisch für mich, um mich einmal durchzuprobieren und Samp, Papp oder eine frittierte Fischsoße kennenzulernen. Alles natürlich mit Fleisch oder Fisch ;),  denn wie Yolande so schön gesagt hat, sonst ist es zu gesund und macht nicht satt. 😀 

Stück für Stück werden wir also in einen winzigen Teil der südafrikanische Küche engeführt und noch will ich auch alles probieren. Ein wenig Überwindung hat mich nur der kleine Snack hier gekostet:

Gegrillte (was sonst, es lebe das braaien!) Hühnerfüße mit einer braunen Soße! Es schmeckte zwar oder zum Glück? nur nach der Soße und ich wollte den Fuß nich ganz in den Mund nehmen, aber es war eigentlich ganz lecker und lustig zu essen. Gerne nochmal, nur dann bitte mit Servietten! Die hatten wir nämlich vergessen und das kleine Stück Taschentuch reichte nicht aus, um die fettigen Finger loszuwerden.
Freitag Abend waren wir zum Essen bei einer deutschen AuPair Alex eingeladen. Lustigerweise haben wir von ihr über zwei Besucherinnen aus Marysburg erfahren, die sobald sie erfuhren, dass wir Deutsche sind uns ihre Nummer gaben :D.  Da Alex Gasteltern in Las Vegas sind lud sie alle spontan zu sich aufs Weingut ein und machte fantastische Wraps. 

Zuerst waren wir alle etwas schüchtern, aber als wir nach etwas gezwungenem Smalltalk feststellten, dass wir Deutsche vor dem gefährlichen Südafrika gewarnt werden und Daphey und Tiffany (die Südafrikanerinnen aus Marysburg)  erzählten, dass sie in der Schule vor dem bösen Deutschland erzählt bekommen war das Eis gebrochen. Jetzt wollten wir wissen warum und fingen wirklich an uns zu unterhalten. Wir versuchten deutsche Kulturen und unser Leben dort zu erklären, während Daphney und Tiffany wiederrum uns von ihrer Kindheit im township erzählten und versuchten Xhosa Rituale zu beschreiben. Irgendwann konnten wir aber nicht mehr viel zum Thema beitragen, denn vor allem als Daphney uns erzählte wie es im township in Marysburg zugeht, konnten Alex und ich nur noch schlucken. Im Nachhinein versteht man jetzt auch, was die Südafrikaner, die beim Zwischenseminar waren meinten, wenn sie von der Sicherheit in Deutschland schwärmen. Natürlich ist es nur in bestimmten Gegenden so unsicher, was uns auch Daphney und Tiffany immer wieder versicherten, aber gerade in Marysburg ist „Krieg“. 

Trotz beklemmender Themen war der Abend sehr sehr schön und hat gut getan!

Nächste Woche ziehen wir bei Nielen ein, solange er mit seiner Familie Urlaub macht und dann ist eine Einladung zum Abendessen bei uns geplant. Ich freue mich sogar richtig darauf kochen zu können und zur Abwechslung einmal Nozuko, Yolande und Alex einzuladen. 

Ferien!

Die letzte Schulwoche für die Kinder wurde etwas chaotisch, da die Examen wohl schon geschrieben waren, manche Kinder keine Schule mehr hatten und so das gesamte Konzept des Hausaugabenbetreuens wegfiel. Stattdessen wurden Spiele gespielt und es wurde gebastelt. 

Freitags ging es dann in die Paarl Mountains grillen und ich hatte viele Kinder im Auto, die Musik sehr laut (alle haben mitgesungen) und es hat doch Spaß gemacht Auto zu fahren. In Serpentinen ging es immer weiter den Berg hoch zu dem bisher schönsten Grillplatz! Mit kleinem Teich, Felsen zum beklettern und einer Aussicht, war es der perfekte Platz für uns!

In den Ferien selbst wird dann ein Holiday-Programm angeboten. In unserem Fall machten wir drei Tage lang Ausflüge und schickten die Kinder mit einem Quiz durch die Paarl Mall, gingen zum Spur essen, an den Fluß schwimmen und ins Kino. Das hat nicht nur den Kindern Spaß gemacht, sondern war auch ein kleines Erholungsprogramm für uns 😉 

Vor allem das Kino hat die Kinder etwas überfordert, da es für sie der erste Kinobesuch und alles ziemlich groß und laut war. Dafür haben wir sie kaum aus dem Fluß rausbekommen und damit wären alle Freitagsausflüge geplant: Wir gehen einfach immer schwimmen! ;D 

Es wird sowieso immer heißer hier und Nielen ermutigt uns hin und wieder:  Wartet erst einmal ab, wie heiß es im Sommer wird! Als wir dann Nozuko fragten mit welchen Tricks man die Sommerhitze überstehen kann, kaufte sie uns ein Eis und sagte damit. Ich werde mich also ab November von Eis ernähren und glaube mittlerweile, dass ein Freiwilligendienst in Kanada passender für mich gewesen wäre 😀

Wir sind aber auch zu warm angezogen! Morgens ist es nach wie vor frisch und in den letzten Tagen verbrachten wir unsere Mittagspausen auf der Arbeit und konnten uns nicht umziehen. Vielleicht deponiere ich einfach eine Ladung kurzer und luftiger Klamotten im Büro… Und dann wird es wieder kalt werden und regnen.

Den Donnerstag fuhren wir dann los nach Kapstadt. Da die Mother City von Südafrika nur 45 Minuten von Wellington entfernt ist, durften wir das Auto von Mosaic benutzen, was prima ist, wenn man keine Touri- Busse nutzen will, um zum Kap zu kommen. Untergekommen sind wir im Zebras Crossing, einem Bagpacker, der sehr zentral in der Nähe der Longstreet liegt und sehr nett eingerichtet ist.

Pünktlich zu unserem Urlaubsbeginn waren es auch nur noch 16 Grad und es war die ganze Zeit bewölkt mit kleineren Schauern. Das war nicht ganz unser Wunschwetter und wir haben teilweise wirklich gefroren, aber das war es wert! Donnerstags sind wir direkt einmal um die Kaphalbinsel gefahren und haben Cape Point und das Kap der Guten Hoffnung besucht, sowie auf dem Weg Boulders Beach abgeklappert. 
Vom Cape Point liefen wir rüber zum Kap der Guten Hoffnung, machten aber kein Foto mit dem Schild, sondern entspannten lieber an den Klippen und genossen die Aussicht. Es gab wirklich eine Schlange an Menschen die dafür anstanden ein Bild mit dem Schild zu machen. 

Baboons haben wir nur zwei gesehen und die haben sich schnell davon gemacht, vielleicht kommen wir nur wegen ihnen noch einmal ans Kap, auch wenn sie vor allem als Plage bezeichnet werden, aber ich will sie auch mal aus der Nähe sehen. 
Richtig an den Strand von Boulders Beach sind wir noch nicht gegangen, das wollten wir uns für einen warmen Sommertag aufheben, wenn man mit den Pinguinen schwimmen kann. Trotzdem kann man im Gebüsch neben Boulders Beach viele Pinguine sehen und vor allem riechen! 

Freitags ging es dann hoch auf den Tafelberg! Oben war es kalt und windig und die Aussicht war teilweise vernebelt, aber wenn sich die Wolken einmal verzogen hatten, war die Aussicht fantastisch! 

Nachdem wir uns in dem Shop und dem Café auf dem Berg wieder  aufgewärmt hatten, beschlossen wir langsam abzusteigen. Nächstes Mal möchte ich dann über die Route mit Kletterpassagen aufsteigen und gemütlich heruntergondeln, denn das Absteigen war eine ähnlich Plackerei wie das Hochlaufen, da der Weg über eine Rinne aus Geröll verläuft. Trotzdem war es schön herumterzukraxeln, da man noch einmal eine ganz andere Aussicht genießen könnte.

Nachmittags fuhren wir zur Hout Bay, stärkten uns mit Fish und Chips und setzten uns in ein Schiff zur Seals Insel. Als hätten wir es minutiös geplant lief genau dann ein Schiff aus als wir vom Essen kamen und mussten wie ala Ausgleich zur stundenlangen Warterei am Tafelberg uns nur noch ins Schiff setzen. Schon im Hafen wurden wir von einem kleinen Seehund begrüßt und dann ging es schon aus dem Hafen aufs Meer hinaus.
Viele, viele Seehunde liegen da rum und man hat sogar Zeit Ihnen einfach nur zuzuschauen. 

Danach fuhren wir zurück zu unserem Bagpackers, um zu entspannen. Abends wollten wir in die Longstreet etwas trinken und den letzten Abend genießen. Dabei habe ich mich irgendwann aber nicht mehr wohl gefühlt, viele Leute haben einen angesprochen und Geld verlangt oder wollten uns Drogen andrehen und als uns gedroht wurde, weil wir einem Mann kein Geld geben wollten, ist mir ein wenig die Lust vergangen viel zu unternehmen. Vielleicht ist es angenehmer, wenn man in einer größeren Gruppe unterwegs ist. So machten wir früher Schluss als geplant.

Am nächsten Morgen ging es dann zur Old Biscuit Mill auf den Markt und zum Glück hatten wir vorher nicht gefrühstückt, da es doch viel zu Probieren gab.

Und zu schauen und ich bin sehr dankbar für Lars Geduld als ich in jeden Laden reingegangen bin 😀
Nachmittags ging es dann schon wieder zurück nach Hause,  gerade in dem Moment als es sich wieder zuzog, kalt wurde und es anfing zu tröpfeln. Ein sehr schöner erster Urlaub und hoffentlich nicht der letzte Besuch in Kapstadt!

Frühling und Geburtstage

Viel passiert letzte Woche und ich habe nie die Motivation gefunden direkt alles aufzuschreiben..  Abends war ich immer zu müde und mittags zu faul, also gibt es einen zwei Wochenbericht.

Wir werden mittlerweile routinierter was unsere Aufgaben angeht und lösen auch den Alarm des Zentrums nicht mehr ausversehen aus. Die Kinder haben sich mittlerweile an uns gewöhnt, die Namen kann ich auch schon einigermaßen und es wird immet entspannter das Programm vorzubereiten und dann auch durchzuführen. 

Als neuen Zusatz zum Programm wird auch ein Mittagessen angeboten, sodass ich Papp mit Milch zumindest mal gesehen habe 😀 Einfach etwas Zucker und Milch darüber gießen und das geschmacksneutrale Papp wird zur Süßspeise!

Die Woche endete samstags mit e einer Geburtstagsfeier bei Nozuko, ihre Mutter feierte mit der ganzen Familie und lud uns ein auch zu kommen. Da wir etwas mitbringen durften, beschlossen Lars und ich ein paar Vorurteile über Deutsche zu bestätigen und kauften fleißig alle Zutaten für einen Kartoffelsalat ein. Speckwürfel haben wir zwar keine gefunden und auch bei den Ölen wurden wir nicht recht fündig, da es entweder sehr teures Oliven- oder nur billiges Bratöl in 3 Liter- Kanistern gab. Wir entschieden uns alternativ für Avocadoöl und einen Streifen Bauchspeck, liehen uns eine Plastikschüssel ( Tupper rules!)  von Yolandi und schnippelten los. Für unseren ersten Kartoffelsalat ist er sogar recht gut gelungen und auch gut angekommen. Ob das am Geschmack lag oder weil es etwas Deutsches war, beurteile ich jetzt mal nicht 😀

Nach einer kurzen Fahrt nach Paarl wurden wir herzlich von Nozukos Familie begrüßt und ich wurde zu den Ladies auf das Sofa gesetzt, Lars zu den Männern an den Küchentisch. Nach einem süßen Mixed Beer (etwas gewöhnungsbedürftiger Ananas- und Zitronengeschmack) wurden wir mit Abendessen versorgt. 

Reis mit einer Art Gulasch, Linsen in einer süß-sauren Soße, Nudelsalat, Kartoffelsalat und nicht auf dem Bild ein Rote-Beete-Salat mit Ziegenkäse und viel Kuchen!

Der Abend verging schnell mit lauter Musik, ein wenig Tanz, unverständlichen Gesprächen in Xhosa, langen Gesprächen in Englisch und endete mit der Einladung jederzeit wiederkommen zu dürfen, wenn uns langweilig ist, wir ihre Hunde als Haustierersatz knuddeln wollen, wir Hunger haben oder Gesellschaft brauchen. Also eigentlich immer.

Die Heimfahrt war etwas gruselig, wir sollten in der Nähe des Townships alle Ampeln ignorieren und die Kreuzungen auch bei Rot ohne anzuhalten überqueren. Die Wahrscheinlichkeit nachts einen Unfall zu bauen ist hier anscheinend geringer als in Gefahr zu geraten, wenn man brav an der Ampel wartet und wirklich überfahren hier alle Autofahrer nachts die Rotphasen. Ein schlechtes Gefühl hatte ich trotzdem dabei, da bin ich wohl noch zusehr Fahranfänger in der Probezeit 😀

Montag war der wichtigste Tag der Woche: Mein Geburtstag! Der das erste Mal im Frühling war! Somit bin ich ab sofort ein Frühlings- und Herbstkind 😉

Mein selbstgekaufter Geburtstagskuchen:

Etwas andere Geburtstagstafel im Office als von Zuhause gewohnt, aber auch mit mindestens genauso lieben Menschen 🙂
Dienstags würde nachträglich zu meinem Geburtstag mit Lars auswärts im Under Oaks gegessen mit einem fantastischen Ausblick. 

Zum Ausblick Cider und Pizza und ich konnte meinen Geburtstag perfekt ausklingen lassen 🙂

Die Woche verging alltäglich und das ist ein neues Gefühl hier Alltag zu haben. Das Afterschoolprogramm nimmt den ganzen Nachmittag ein Man freut sich sogar auf die Ferien, denn dann geht es nach Kapstadt! Drei Tage der einwöchigen Ferien werden noch durch ein kleines Ferienprogramm für die Kinder belegt und dann haben wir Zeit für einen viertägigen Trip 🙂

Diesen Samstag wurde eifrig geplant  und langsam aber sicher machen wir uns auch daran die langen Sommerferien zu organisieren. Das dauert aber alles noch und wir feiern erstmal mit Nozuko, Yolandi und dem Rest der Familie den Braai-Day (der nationale Feiertag der das kulturelle Erbe des Grillens (Braai) ehrt). Ich kann Deutschland als Grillnation jetzt leider nicht mehr Ernst nehmen.

In diesem Sinne: Happy Braai Day ihr Amateur-Griller in Deutschland!