Ab in  die Wüste!

Es sind Winterferien für die Kinder und dank unserem überraschend guten Flohmarkt, konnten wir im Ferienprogramm ins Kino, zur Alpakafarm fahren und eine kleine Feier mit Kuchen und Fatcakes haben.


Nach dem Ferienprogramm schloss das Afterschoolprogramm nochmal für zwei Wochen und da nur ein Freiwilliger am Mosaic Center gebraucht wurde, war Lars so lieb und hat mir die zwei Wochen ‚freigegeben‘ und alleine Stellung gehalten. Danke <3

Nachdem mir von so vielen Südafrikanern das Nachbarland Namibia ans Herz gelegt wurde, wollte ich schließlich unbedingt dorthin. Ich suchte nach Reisegefährten und meine Pilgerfreundin Raika hatte Lust, Laune und Zeit auf einen Roadtrip und damit war die Sache beschlossen.
Nach diversen Skypetelefonaten und kleineren Planungen trafen wir uns mit unseren Flügen in Windhoek und haben uns direkt gefunden und sogar wiedererkannt 😀


Mit einem Dachzelt und einem SUV ausgerüstet,machten wir eine kleine Rundreise erst Richtung Hardap Damm, dann ins Sossusvlei (Kalahari) und zuletzt immer weiter nach Norden in den Etosha National Park Tiere schauen und schließlich noch an den Waterberg ein bisschen entspannen.


Namibia war noch einmal ein ganz anderes Erlebnis als Südafrika. Statt Straßen gibt es Schotterpisten und nur vereinzelt und 100km weit entfernt trifft man auf Dörfer und kleinere Städte. Die meisten Menschen sind auch Touristen oder unsere Guides mit denen man plötzlich über Trump redet und dann wird die Welt wieder klein. Überall das gleiche Thema 😉
Sehr praktisch an den langen Wegen und leeren Straßen:


Wir wussten immer wo wir geparkt hatten und hatten die Raststätten und Aussichtspunkte für uns. Außerdem waren wir auf jeder Schotterpiste glücklich über die teurere Variante eines Geländewagens- wir haben alle Schlaglöcher ohne Reifenpanne überstanden und konnten auf den Gravel Roads sogar mehr als 30km/h fahren ohne zu Tode geschüttelt zu werden.
Dafür begleiteten uns einmal eine Herde Zebras, wir entdeckten Warzenschweine am Seitenstreifen und die Warnhinweise für Wildtiere könnten meinetwegen auch in Deutschland aufgestellt werden.


Unsere erste Etappe ging direkt in die Kalahari und es war grandios einmal mitten in der Wüste zu stehen und auf Dünen zu klettern und mit Allrad durch den Sand zu Kurven. Für mich ein ganz neues Erlebnis und Gefühl und ich mag Wüsten jetzt genauso gerne wie das Meer.


Dann kam das Kontrastprogramm Swakopmund am Atlantischen Ozean und angrenzend die Wüste. Ein kleines Touristenstädtchen und wir nutzten die Zeit für einen kleinen Stadtbummel, genossen das ziellose Schlendern und sahen dabei Delfine, Flamingos, Robben und Pelikane an der Küste herum dümpeln.


Natürlich haben wir die wunderschönen Sanddünen nicht nur angeschaut, sondern wir wollten sie auch erklettern und dann herunter rutschen!
Das hat leider nicht ganz so geklappt wie wir es uns erhofft hatten, unsere Pappe ist zerrissen und hatte zu viel Reibung.

Notiz an uns selbst: Nächstes mal nehmen wir eine dieser Plastikschalen für Schnee mit oder versuchen es nochmal mit stärkerer Pappe 😀 ODer wir machen es wie die uns überholenden, professionellen Sandboarder und bringen eine komplette Skiausrüstung mit.

Nach Swakopmund machten wir uns auf in den Norden und stoppten hin und wieder, um uns Felsgravuren und Höhlenmalereien anzuschauen. Ein Guide führte uns dann herum und erzählte uns ein wenig zu der Geschichte und Bedeutung der Gravuren. Vor allem die Bedeutung der Giraffe gefällt mir gut: Sie holt mit ihrem langen Hals das Wasser vom Himmel und bringt Regen.
Alleine dürfen Touristengruppen die Malereien nicht mehr besuchen, da viele ihre eigenen Kritzeleien und Initialien zwischen die eigentlichen Bilder schnitzten.

Für zwei Tage ging es dann nach den vielen Bildern nach Etosha, wir wollten die Tiere schließlich auch in echt sehen.
Löwen haben wir dann zwar keine entdeckt, aber durch die flache Landschaft und die Trockenzeit gab es riesige Herden von Zebras, Gnus, Elefanten, Giraffen und Antilopen zu bestaunen.

Unsere letzte Etappe am Waterberg, war ein wenig wie Cluburlaub. Das Wetter war grandios und nach ein bisschen wandern oder besser gesagt zielgerichtetem Herumirren im Dickicht, trauten wir uns sogar für wenige Minuten in den eiskalten Pool.


Ein wunderbarer Urlaub, danke fürs Mitkommen Raika!
Für mich geht es zurück im Projekt ans Verabschieden in weniger als drei Wochen bin ich dann wieder zurück in Deutschland.

Familienbesuch

Nach den wenigen Wochen Routine war es wieder Zeit für Abwechslung und meine Familie schaute vorbei! 

Ein bisschen aufgeregt und sehr vorfreudig erwartete ich meine Eltern und Brüder am Market Square und hoffte, dass Hinflug und Herfahrt auf der linken Seite klappen. Mit zweistündiger Verspätung tauchten sie endlich auf und ich merkte, dass ich sie alle ein wenig vermisst hatte, auch wenn ich mich in den folgenden Tagem erst wieder in unsere Familieneigenheiten einfinden musste 😀

Die ersten Tage verbrachten wir damit Wellington und Umgebung abzuklappern, ich schleifte alle hoch  auf den Berg zum Schwimmen in Bains Kloof, zeigte mein Projekt, wir waren bei Nozuko zu traditionellen Gerichten eingeladen und besichtigten die Spice Route, wobei ich es mehr als einmal bedauerte dass der Mietwagen für über 21 Jährige gemietet war. Ich bin es zu gewohnt selbst zu fahren und der Linksverkehr ist zu Beginn für meinen Bruder und meinen Vater doch ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen. Geholfen haben die Schotterstraßen wahrscheinlich auch nicht auf die und und Google Maps hin und wieder geschickt hat, aber immerhin machen sie mehr Spaß als Autobahnen 😉

Nachdem ich aufgeregt in Wellington umhergehüpft bin und versucht habe alles zu zeigen mit dem ich nur in Berührung gekommen bin und doch nur einen Bruchteil meines Alltags hier zeigen konnte, fing auch der Urlaub für mich an. Wir quetschten uns alle in den kleinen Mietwagen und es ging Richtung Cape Algulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas und den Treffpunkt von Atlantischem und Indischem Ozean.

Ein typisches Touristenbild musste sein und ich freue mich, dass wir mal wieder ein Familienfoto haben!

Nach einem herrlichen Tag am Indischen Ozean ging es weiter nach Kapstadt, viel Sightseeing musste abgearbeitet werden und auch wenn das Wetter am Anfang eher kalt und regnerisch war haben mehrere Fahrten mit den roten Touristenbussen unternommen und natürlich aus Trotz oben gesessen. 


In Afrika ist es schließlich warm und noch möchte ich nicht einsehen, dass Herbst ist und gerade in Wellington knacken wir noch täglich die 30 Grad und kein Regen ist in Sicht.

Zusammen ging es endlich nach Robben Island, nachdem ich schon früher versucht hatte mit der Amerikanischen Gruppe oder an anderen Tagen hinzufahren wo und die Fähren wegen Sturm oder technischen Problemen nie ausliefen. 


Fotos von Robben Island gibt es von mir kaum, nur den Blick auf den Tafelberg und einen kleiner Leutturm auf der Insel wollte ich fotografieren, an Gedenkstätten fühle ich mich sonst unwohl. Schließlich wird hier Verbrechen und Freiheitskämpfern gedacht und nicht nur Nelson Mandelas Zelle ausgestellt. 

Das beklemmende Gefühl, dass unser Besuch im Museumsgefängnis hinterlassen hatte, wurde zum Glück durch die raue Bootsfahrt zurück an die Waterfront abgeschüttelt und auch das Wetter in Kapstadt wurde von Tag zu Tag schöner, sodass wir sogar etwas Sonne genießen konnten als wir zum Kap der guten Hoffnung und an einem anderen Tag auf den Tafelberg wanderten.


Praktischerweise brachte die Familie eine sehr gute Kamera mit, unpraktischerweise sind darauf jetzt alle Bilder. Vielleicht postet meine Mama hier ein paar mehr Eindrücke.

Es war sehr sehr schön die ganze Truppe wiederzusehen und eine wunderbare Zeit mit euch!

Danke für den Besuch und vielleicht komme ich im August doch wieder nach Hause 😉

Sommerurlaub im Winter

Dezember! Weihnachts-, nein Sommer- und Urlaubszeit!

Ohne viel Zeit zu verlieren nahmen Lars und ich an unserem ersten freien Tag unsere Bagpacker und machten uns aus dem Staub!

Erstmal flogen wir  hoch nach Johannesburg und besuchten Rebecca, Philipp, Lea und Juliana in Potchefstroom. Sie arbeiten dort auch bei Mosaic und da wir am Anfang eine Woche mit ihnen gearbeitet haben und uns sehr gut verstehen beschlossen Rebecca und Philipp sich uns anzuschließen. Da ihre Ferien leider erst eine Woche später begannen vertrieben wir uns die Zeit damit andere Projekte wie die MRDP Farm, eines der Abraham Kriel Waisenhäuser und die Thlolego Farm zu besuchen.

Zuerst ging es zur MRDP Farm, die wir nach einer abenteuerlichen Fahrt durch unsere fantastische Google Navigation mit vielen Umwegen fanden.
Auf der MRDP Farm leben ungefähr 10 DSJW Freiwillige (unter anderem Klara und Ann-Christine) mit einem unserer Mentoren und helfen entweder vor Ort oder in den umliegenden Kindergärten.

Unter anderem gibt es eine kleine Fahrradfabrik auf der Farm und es werden von den umliegenden Dörfern diese Beads gefädelt, die von den Farmmitgliedern geprüft und gezählt werden. Eine Freiwillige kümmert sich zusätzlich noch um die Besorgung des Materials und die Abrechnung. Beim Zählen und Überprüfen der Armbänder durften wir direkt mithelfen und rumpelten mit einem alten Bakkie nach Venture, wo wir je hundert Armbänder mit korrekten Vorbildern abglichen und nach Fehlern suchten. Ein ziemlich eintöniger Job, aber auch nicht der schlimmste.

Am nächsten Tag beschlossen wir mit drei ehemaligen Freiwilligen, die gerade die Farm besuchten, ans Groot Marico Eye zu fahren. Das ist ein Wasserloch, dass rund 2 Stunden Fahrt von der Farm weg ist oder für südafrikanische Verhältnisse eigentlich schon neben der Farm liegt. Mit lauter Musik und Badesachen machten wir uns also auf den Weg und bekamen noch vor der Abfahrt eine selbstgezeichnete Karte mit einer Wegbeschreibung von Arno, dem MRDP Farm Besitzer mit. Das wir wirklich irgendwo im Niergendwo herumfuhren erkannten wir sehr früh an den kreativen Angaben auf der Karte wir “ an der T-Kreuzung mit dem großen Baum und den vier Felsen an der linken Seite fahrt ihr auch links“  und erstaunlicherweise waren die Angaben doch so genau, dass wir ohne weitere Probleme den Weg fanden und unser Mietauto nur einmal aufsetzten.
Durch einen Gang voller Schilf bahnten wir uns noch trampelnd um mögliche Schlangen zu verscheuchen den Weg zum Teich und der Weg hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Glasklares und vor allem eiskaltes Wasser erwartete uns und kein einziger anderer Mensch war zu sehen.

 

 

Nach der MRDP Farm ging es weiter zur Thlolego Farm, wo wir Lenart aufsammelten, der auch mit uns mitreist. Zuerst besuchten wir jedoch für einen Tag Paul, Rieke und Jule im Abraham Kriel Waisenhaus. Leider waren alle Kinder gerade auf einem Ausflug ins Schwimmbad und Paul war aus seinem Haus ausgesperrt, sodass wir uns stattdessen ein wenig die Umgebung angesehen haben und durch das anliegende Dorf gewandert sind.

Am 15.12 fuhren wir wieder nach Potch und holten Philipp und Rebecca ab.
Unser Roastrip begann damit offiziell!

Erster Halt sollten diverse Attraktionen am Blyde River sein, die wir spontan auswählen wollten. Zuerst entschieden wir uns an den Pothole’s zu schwimmen, da wir alle trotz Klimaanlage überhitzt waren.

God’s Window wollten wir uns auch nicht entgehen lassen und bogen ab, obwohl die offiziellen Öffnungszeiten schon vorüber waren. Es war jedoch nur das Kassenhäuschen nicht besetzt, ansonsten alles frei zugänglich und auch die kleinen Marktstände waren noch aufgebaut, sodass wir ohne Eintritt einfach hineinmarschiert sind. Vom Parkplatz aus steigt man dann durch einen Regenwald den Berg ein Stück hoch und kann je nach Lust und Laune sogar nach God’s Window höher steigen. Haben wir gemacht und auch ohne Ausblick würde sich der Weg an sich schon lohnen.

Aufstieg zu God’s Window:

Nächster Halt: 4 Tage Krüger National Park
Dank unserem Visum und einer sehr sehr lieben Angestellten durften wir den den conservation fee für die Einheimischen zahlen und machten so wett, dass wir es völlig verpeilt hatten vor dem Krüger Proviant zu kaufen und wir uns vollständig selbst verpflegen müssen und so auf die überteuerten Supermärkte in den Camps angewiesen waren.

Gleich am ersten Tag fuhren wir nachmittags noch einmal los und wurden mit einem Leoparden, der sich im Busch versteckte und später auf einen Baum hüpfte belohnt.

Das Bild wurde mit unserer unvergleichlichen Fernglas-Handykamera Kombinatoin geschossen

Wir beschlossen am nächsten morgen sehr früh loszufahren, mittags Siesta zu machen und nachmittags noch ein zweites Mal zu starten und behielten diese Routine für die restlichen Tage bei. Zwar gab es hin und wieder kein Tier zu entdecken und selbst die Impalas, die sonst immer zu finden sind, ließen sich nicht blicken, am Ende hatte sich die Fahrt dann wegen einer fantastischen Aussicht gelohnt oder wir trafen doch noch ein Löwenrudel oder eine Elefantenherde.

Die Killerschildkröten: Sobald wir anhielten kamen sie aus dem Teich und krochen an unser Auto.

Nach zwei Tagen hatten wir alle Big Five bis auf den Büffel gesehen und wurden ein bisschen verzweifelt, da wir Angst hatten ausgerechnet eines der häufigsten Tiere nicht zu sehen. Wobei man die meisten Tiere auch nicht selbst entdeckte, sondern man von weitem eine Ansammlung an Jeeps erspähte aus denen Riesenkameras rauslugten. Dann gab es auf jeden Fall etwas zu sehen und zu fotografieren, hätten wir eine Kamera dabei gehabt. So improvisierten wir und fuhren mit unserem Superjeep dem Toyota Avanza nah ran und benutzten unser Fernglas als Zoom.
So sehr ich es liebte, dass wir weder ein Safarieauto noch Safarieklamotten hatten, vermisste ich eine gute Kamera schon ein wenig.

Unser treuer Avanza!


Vom Krüger aus fuhren wir nach Swasiland und bekamen erstmal unseren ersten Strafzettel. Wir fuhren 100km/h statt 80km/h, einach weil wir ein Schild übersahen. Das passiert halt mal, wir wurden herausgewunken und aufgefordert mit zur nächsten Polizeistation zu kommen und die Strafe zu zahlen. Da wir bereits zwei Stunden zu spät waren, fragten wir nach, ob es möglich ist später zu zahlen und bekamen einen Zettel in die Hand gedrückt der ohne Durchdruck ausgefüllt wurde und eine Kontonummer angibt. Dort soll der Betrag innerhalb eines Jahres hin überwiesen werden. Etwas merkwürdig kam uns das schon vor und wir haben Nielen gefragt, ob wir das Geld bezahlen müssen. Er meinte wir sollen einfach nichts tun und schauen was passiert.
In Swasiland hatten wir einen Bagpacker mitten in einem Nationalpark gebucht und hin und wieder mussten ein paar Gazellen wieder aus dem Garten gescheucht werden.

In St Lucia blieben wir für zwei Tage und genossen das Meer.

Der Indische Ozean ist herrlich warm und es hat viel Spaß gemacht in die Wellen zu laufen bis der Haialarm kommt. Glücklicherweise waren wir nie im Wasser, wenn Haie gesichtet wurden und konnten so entspannt die Haie vom Ufer aus beobachten. Nach den Alarmen ging es direkt wieder ins Wasser und irgendwie war das Ganze sowohl gruselig als auch klasse.

Natürlich machten wir auch die obligatorische Bootsfahrt und beobachteten ein paar Nilpferde. Während der ganzen Fahrt rätselten wir über die Schwimmtechnik der Nilpferde, da wir uns nicht vorstellen konnten wie sich die Tiere mit ihrem klobigen Beinen über Wasser halten, geschweige den fortbewegen. Irgendwann wurden wir von unserem Guide von dieser Frage befreit: Nilpferde können nicht schwimmen.Wieder was gelernt. 🙂


In Durban feierten wir Weihnachten und es fühlte sich etwas komisch an zu wissen, dass die Familie zuhause feiert. Das Wetter dagegen benahm sich richtig Deutsch vielleicht um uns ein bisschen das Heimweh zu nehmen. Auf jeden Fall war es grau, kalt und es regnete.

Wir stiegen aus und wollten einfach Richtung Meer laufen, wurden jedoch direkt von mehreren Einheimischen angesprochen und darauf hingewiesen, dass es hier nicht sicher ist als Touristen herumzulaufen. Als uns sogar der Parkwächter erklärte wir und unser Auto sind in dieser Gegend nicht sicher suchten wir gezielter nach den touristischen Gegenden. Die, die wie fanden, waren jedoch eher auf Familien und Kinder ausgelegt und durch das schlechte Wetter war unsere Laune gedrückt, sodass zumindest ich froh war als es weiter ging.

Danach machten wir nur noch kurze Übernachtungsstopps nach Kapstadt:

In East- London bekamen wir erst einmal Probleme mit unserer Buchung, booking.com hat seine Seite erneuert, während sich gleichzeitig das Hostel umgebaut hat und so unsere Buchung zwar angekommen ist, uns jedoch nie Bescheid gegeben wurde, dass das Hostel so nicht mehr existiert und teurer geworden ist. Nach vielem hin und her kamen wir dann in einem Nachbarapartment unter und hatten eine Wohnung für uns.

Der Ausblick auf den Strand von East-London entschädigte das Fiasko ein wenig.

Auf unserer Weiterfahrt machten wir noch einmal am Strand halt und gingen in Kenton on Sea schwimmen bevor wir in Alexandria ankamen und über eine Dirtroad in das Naturreservat zu unserer Hütte.

Der Weg von unserer Hütte zum Strand führte in den Addo Elephant Park und an den wohl schönsten Strand an dem ich bisher war.



Ein richtiges Wüstengefühl kam hoch und wir blieben bis zum Sonnenuntergang einfach nur auf unserer Düne sitzen oder rannten sie nochmal bis zum Meer hinunter, weil es so viel Spaß machte.


Am nächsten Morgen ging es weiter nach Krysna.
Dort übernachteten wir ein letztes Mal „on the way“ und genossen während der Fahrt die Garden Route so sehr, dass ich kaum Fotos davon habe.


Am nächshsten Tag fuhren wir mit einem kurzen Abstecher an Betty’s Bay  zu unserem Endziel Kapstadt!

Pikkewyne (mal wieder ;))

Wir verbrachten unseren ersten Abend an Camp’s Bay rannten ins Meer und mit erfrorenen Zehen genauso schnell wieder raus.

Die nächsten Tage tingelten wir ein wenig durch die Stadt und besuchten die Waterfront, wer wollte machte einen Fallschirmsprung.
Hoch motiviert kletterten wir auf den Lion’s Head und quälten uns trotz Hitz und vielen Menschen den Weg entlang. An sich ist der Aufstieg nicht allzu schlimm, doch das Warten vor Leitern und schwierigeren Passagen hat doch genervt.

Zum Glück waren auf dem Gipfel nicht so viele Menschen wie erwartet und wir konnten ungestört die Aussicht genießen.

Plötzlich war das Jahr schon wieder vorbei und
wir feierten Silvester auf einer Hausparty eines Capetonian mit herrlichem Ausblick und viel zu wenig Feuerwerk, aufgrund von Brandgefahr in der ganzen Kapregion.

Frohes Neues Jahr noch einmal!

Zum Neujahrsbeginn und als Weihnachtsgeschenk ging ich mit Lea Paragliden und wir segelten vom Signal Point herunter in den Stadtteil Sea Point. Das Grinsen habe ich nicht aus dem Gesicht bekommen, man durfte kurz selbst lenken und wenn man wollte (ich wollte) gab es eine kleine Achterbahneinlage!

Natürlich ging es auch nochmal zum Cape Point und sogar weiter zum kleinen Leuchtturm ganz vorne an der Halbinsel.


Für einen Tag wurde sogar noch das kleine Wellington besucht und seit dem 4. Januar sind wir schon wieder voll im Mosaic Center eingespannt. Noch kommen zwar keine Kinder und es sind noch Ferien, doch die Küche will eingerichtet und gestrichen, ein zweites Büro umgeräumt und alle Sachspenden wollen sortiert und weggeräumt werden. Da nichts geplant werden muss und keine Kinder dabei sind, die einen Plan gerne umschmeißen, ist unsere Arbeit bisher sehr entspannt und noch habe ich ein bisschen das Feriengefühl, auch wenn Lars und ich jetzt schon unsere chaotische Reisetruppe vermissen!

Und zu guter letzt immer mit dabei in jedem unserer Mietautos und unser Ehrenmitglied:

Ein Stickeez aus dem Supermarkt als Glücksbringer!

Umzug und ein Kurzurlaub

Endlich durften wir unsere Sachen packen und umziehen!

Unsere neue Hütte ist eine richtige Studentenbude, obwohl nur ein echter Student hier wohnt. Unsere anderen beiden Mitbewohner sind Helikopterpiloten (der eine ist Engländer) und alle drei sind sehr nette Leute. Berto, der Student, kann wegen der Proteste gegen die Studiengebühren gerade nicht zur UNI und sein Examen machen, weshalb er das Leben genießt und es oft Braai-Abende mit seinen Kommilitonen gibt. Unsere beiden Piloten dagegen arbeiten schon früh morgens und sehr viel, sodass wir sie tagsüber kaum zu Gesicht bekommen. Dafür trifft man sich abends und lässt den Tag ausklingen.

Unser Haus:

Sogar mit kleinem Pool!

Mein Zimmer sieht noch etwas leer aus:

Aber die Gesellschaft macht unseren Umzug am Schönsten! Dazu dürfen wir jetzt auch Freunde einladen, haben Wlan und es gibt kein Alkoholverbot mehr (letzteres war zwar auszuhalten aber unnötig!).

Das nächste Wochenende wurde für einen Trip nach Hermanus verplant. Noch ist dort Walsaison und Alex, Lars und ich beschlossen zusammen hinzufahren. Schließlich ist der Ort nur 2 Stunden entfernt und wir dürfen das Mosaic-Auto benutzen, wenn wir den Sprit bezahlen. Freitagabend ging es dann direkt los und über eine landschaftlich abenteuerliche Route über die Berge nach Hermanus. Wir kamen im Hermanus Bagpacker unter und fielen nach dem Abendessen direkt ins Bett, um Samstag mit der Küstenroute loszulegen.

Die Coastal Route führt von Hermanus immer weiter an der Felsküste entlang zu einem riesigen Sandstrand und soll der beste Platz zur Walbeobachtung von Land aus sein. Mit einem Fernglas bewaffnet wanderten wir los und genossen die Aussichten aufs Meer und hielten immer wieder an, um Seehunde zu beobachten oder Ausschau nach Walen zu halten.

Letztere ließen sich leider nicht blicken, die Hauptsaison ist schon vorbei und das Meer war zu unruhig, aber professionell sahen wir dabei schon aus:

Gemütlich schlendernd kamen wir gegen Mittag am Strand an und erweiterten den Spaziergang, um die vielen gestrandeten Blue Bottle Quallen und Schnecken anzuschauen.

Mit dem Taxi fuhren wir danach noch zum Old Neighbours Market, der gerade in dem Momrnt schloss als wir ankamen. Trotzdem bummelten wir an den Ständen vorbei und erhaschten noch einen letzten Blick auf die Ware.

Nach einer längeren Mittagspause fuhren wir noch zum Old Harbour und kletterten an die Felsenküste.

Den Abend verbrachten wir mit einer deutsch-englisch gemischten Truppe, die wir im Bagpacker kennengelernt hatten und trafen später sogar noch eine deutsche Freiwilligengruppe aus Kapstadt. Es sind doch mehr Deutsche in Südafrika als gedacht!

Über Betty’s Bay und Stellenbosch fuhren wir am Sonntag wieder nach Hause und schauten eben Pinguine statt Wale.

Und Dassies lungerten auch hier herum!

Mit einem Kaffee in Stellenbosch beendeten wir unseren kleinen aber feinen Kurzurlaub.

Die Woche startete wieder alltäglich, Mittwoch holten wir Rebekka (auch aus Deutschland) vom Flughafen ab, sie hilft uns für einen Monat im Projekt. Das passt natürlich perfekt, denn die Amerikaner kommen schon nächste Woche und werden alle Tage etwas auf den Kopf stellen. Unsere Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren: Nielen denkt sich eifrig Trump-Witze aus und klärt den Hausbau ab, während Lars versucht den Schiffscontainer der unsere Küche wird, möglichst günstig hierher transportieren zu lassen.

Ansonsten genießen wir die milden Frühlingstage mit 35 Grad und ich habe noch immer Spaß am Afterschoolprogramm!

Zusammengefasst: Uns geht es ziemlich gut und wir können uns nicht beklagen!

2 Monate schon :0

Seit zwei Monaten bin ich jetzt schon in Wellington und es kommt mir einerseits sehr kurz vor, die Zeit ist schon ein wenig verflogen und dann kommt es mir so lang vor, weil schon so viel passiert ist. 

Noch 10! Monate to go und heute mal wieder ein kleines Update was so passiert ist, leider mit sehr wenigen Bildern.

Das Afterschoolprogramm ist wieder angelaufen, wir sortieren gerade fleißig die Zeugnisse der Kinder, um sie besser unterstützen zu können und planen ein Outing zum Krankenhaus. Außerdem suchen wir neue Familien, die wir in unser Programm aufnehmen können und luden zu einer kleinen Infoveranstaltung ein. 

Wenn alles klappt kommen dann nochmal gut 10 Kinder mehr zum Afterschoolprogramm und dann wird sowohl Afrikaans als auch isiXhosa gesprochen und Englisch als Verständigungssprache noch wichtiger. Mit dem English-Wednesday versuchen wir das etwas strikter durchzuziehen und sprechen mittwochs nur noch Englisch. Nielen fasste das schön zusammen: „You are not allowed to speak Afrikaans, isiXhosa, German or nonsense, only English!“ (übersetzt: du darfst kein Afrikaans, isiXhosa, Deutsch oder Unsinn reden, nur Englisch). Natürlich wirde ich direkt dabei ertappt wie ich Lars in Deutsch nach der Uhrzeit frage. Seitdem erwische ich mich dabei wie ich ihn etwas in English fragen will oder nach dem deutschen Wort für etwas suche.

Vormittags wird der Besuch der Freiwilligengruppe aus den USA geplant, die ab dem 19.11 weitere Häuser bauen und eine Küche mitbringen! Außerdem feierten wir das einjährige Bestehen des Mosaic in Paarl Valley und sortierten alle Werkzeuge und Baumaterialien mit Sallie. Sallie ist einer der Arbeiter und leider kannte weder er noch wir manchmal die englische Bezeichnung des Werkzeuges. Auf unserer Bestandsliste steht jetzt also hin und wieder so etwas wie 3 teeth fork für eine Mistgabel mit 3 Zinken. Kreativ sind wir ja schon :D. Vielleicht müssen wir aber auch nochmal nach den richtigen Bezeichnungen suchen, damit Nielen nicht an uns verzweifelt.

Wie bereits erzählt haben wir vor ein paar Wochen ein kleines Mittagessen für die Kinder vor dem eigentlichen Start des Programms eingeführt und wenn Nozuko Zeit und Lust hat, wird für die Kinder gekocht. Sehr praktisch für mich, um mich einmal durchzuprobieren und Samp, Papp oder eine frittierte Fischsoße kennenzulernen. Alles natürlich mit Fleisch oder Fisch ;),  denn wie Yolande so schön gesagt hat, sonst ist es zu gesund und macht nicht satt. 😀 

Stück für Stück werden wir also in einen winzigen Teil der südafrikanische Küche engeführt und noch will ich auch alles probieren. Ein wenig Überwindung hat mich nur der kleine Snack hier gekostet:

Gegrillte (was sonst, es lebe das braaien!) Hühnerfüße mit einer braunen Soße! Es schmeckte zwar oder zum Glück? nur nach der Soße und ich wollte den Fuß nich ganz in den Mund nehmen, aber es war eigentlich ganz lecker und lustig zu essen. Gerne nochmal, nur dann bitte mit Servietten! Die hatten wir nämlich vergessen und das kleine Stück Taschentuch reichte nicht aus, um die fettigen Finger loszuwerden.
Freitag Abend waren wir zum Essen bei einer deutschen AuPair Alex eingeladen. Lustigerweise haben wir von ihr über zwei Besucherinnen aus Marysburg erfahren, die sobald sie erfuhren, dass wir Deutsche sind uns ihre Nummer gaben :D.  Da Alex Gasteltern in Las Vegas sind lud sie alle spontan zu sich aufs Weingut ein und machte fantastische Wraps. 

Zuerst waren wir alle etwas schüchtern, aber als wir nach etwas gezwungenem Smalltalk feststellten, dass wir Deutsche vor dem gefährlichen Südafrika gewarnt werden und Daphey und Tiffany (die Südafrikanerinnen aus Marysburg)  erzählten, dass sie in der Schule vor dem bösen Deutschland erzählt bekommen war das Eis gebrochen. Jetzt wollten wir wissen warum und fingen wirklich an uns zu unterhalten. Wir versuchten deutsche Kulturen und unser Leben dort zu erklären, während Daphney und Tiffany wiederrum uns von ihrer Kindheit im township erzählten und versuchten Xhosa Rituale zu beschreiben. Irgendwann konnten wir aber nicht mehr viel zum Thema beitragen, denn vor allem als Daphney uns erzählte wie es im township in Marysburg zugeht, konnten Alex und ich nur noch schlucken. Im Nachhinein versteht man jetzt auch, was die Südafrikaner, die beim Zwischenseminar waren meinten, wenn sie von der Sicherheit in Deutschland schwärmen. Natürlich ist es nur in bestimmten Gegenden so unsicher, was uns auch Daphney und Tiffany immer wieder versicherten, aber gerade in Marysburg ist „Krieg“. 

Trotz beklemmender Themen war der Abend sehr sehr schön und hat gut getan!

Nächste Woche ziehen wir bei Nielen ein, solange er mit seiner Familie Urlaub macht und dann ist eine Einladung zum Abendessen bei uns geplant. Ich freue mich sogar richtig darauf kochen zu können und zur Abwechslung einmal Nozuko, Yolande und Alex einzuladen.