Endspurt

Das Wichtigste zuerst: von ganzem Herzen DANKE für die vielen Spenden! Ich kann es nicht oft genug sagen und hoffe, dass meine Freude auch richtig rüberkommt. Genauso freue ich mich auch über die vielen Ermutigungen und Tipps fürs Pilgern.

Diese Woche war mein letzter regulärer Schultag, dass heißt jetzt muss ich nur noch zum mündlichen Abitur antanzen und darf hin und wieder in die Schule gehen, um mich mit meiner Religionslehrerin zu treffen . Mit ihr gehen wir dann die Prüfungsthemen durch und üben gemeinsam für übernächste Woche Montag, Dienstag oder Mittwoch, denn meine mündliche Prüfung findet in Religion statt. Fest steht der Termin erst nächste Woche Freitag. Bis dahin heißt es mal wieder lernen! Etwas entspannter als vor dem schriftlichen ABI bin ich aber schon, einerseits weil ich dafür Mathe, Physik und Deutsch lernen musste und andererseits mein ABI schon in der Tasche habe. Sollte ich also ein totales Blackout haben und mit Null Punkten aus der Prüfung gehen, habe ich trotzdem mit einem sehr guten Schnitt bestanden.
Noch geht es nicht ganz in meinem Kopf rein, dass ich jetzt wirklich fast fertig bin mit der Schule und nie mehr in den Unterricht muss. Vielleicht bin ich deswegen noch nicht so sentimental wie einige meiner Mitschüler, die Erinnerungsfotos von der Schule machen.
Auf jeden Fall genieße ich schon die neue freie Zeit, die erfolgreich von meinen Eltern für Hunderunden ausgenutzt wird.
Bei Sonnenschein und blauem Himmel ist ein Spaziergang allerdings keine allzu lästige Pflicht:

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Auch das Lernen wird richtig schön, wenn man im warmen Wintergarten liegen kann. Frühling, ich freue mich gerade ungemein auf dich! Da mein Wunsch nach viel Schnee im Winter nicht in Erfüllung gegangen ist, darf sich das matschige Grau gerne in frühlingshaftes Grün verwandeln.
Allen ein schönes, sonniges Wochenende 🙂

Die Post ist daaa!

Nachdem ich im letzten Artikel so über die Post gewettert habe, brachte sie mir heute vor allem tolle Briefe vorbei.
Mit im Paket für meine Mutter war eine Karte von Südafrika dabei! Danke dafür 🙂 Denn neben der traditionellen Karte sind auch Tipps für sehenswerte Orte gleich mitgeliefert worden und da mir mindestens 21 Tage Urlaub zustehen, habe ich hoffentlich auch die Gelegenheit viele davon umzusetzen. Jetzt kann ich mich nicht mehr verlaufen, falls einmal das Internet ausfällt (was wohl öfter vorkommen kann), denn ohne Stadtpläne bin ich ziemlich orientierungslos.

Danke auch an alle weiteren Spenden <3, ich kann es jedes Mal auf Neue nicht fassen, dass Sie mich unterstützen und ich bin unfassbar dankbar dafür!

Ein Brief mit etwas anderem Inhalt war auch mit dabei: mein Pilgerausweis. Den brauche ich natürlich nicht für Südafrika, sondern für die jetzt noch endlos andauernde Zwischenzeit. Mitte März werde ich mit Abitur und viel freier Zeit dastehen und ich habe vor diese zu nutzen.

Mit zwei Freundinnen möchte ich von Saint Jean Pied de Port nach Santiago de Compostela pilgern, Ende März geht es los. Durch Zufall hatten wir alle gleichzeitig den Reisebericht „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling gelesen und spontan beschlossen es ihm nachzutun.


Mein Pilgerausweis 🙂

Dass wir so früh losgehen hat den Vorteil, dass wir möglicherweise den größten Menschenmassen entgehen, andererseits kann noch Schnee auf den Wegen liegen. Die eigentliche Herausforderung ist es jedoch zu packen beziehungsweise sich für alle Eventualitäten einzudecken ohne die 10kg Grenze zu knacken und keinen Esel mieten zu müssen. Unsere ersten Packlisten waren leider auf Sommer ausgelegt, da uns erst der Bericht über Schnee die Augen für die eigentlichen Temperaturen geöffnet hat.
Jetzt versuchen wir das Ganze auf das hoffentlich effizientere Zwiebelprinzip umzuplanen, denn Ende April, Anfang Mai kann es eben auch warm werden. Allgemein kann es auch beim Laufen wärmer werden und da es keine Kleidung gibt, die sich von alleine auf jedes Wetter einstellt, müssen wir uns mit Fragen herumschlagen wie: Brauchen wir wirklich Handschuhe, Skiunterwäsche oder Hirschtalgsalbe?
Das Internet spuckt massenweise Vorschläge und Geheimtipps aus, die sich durchaus widersprechen können, was es leider noch komplizierter macht.
Also versuchen wir uns nur daran zu orientieren, nerven meinen Vater, der selbst eine Tour mit Freunden durch Schweden gemacht hat und werden letztendlich auf gut Glück losziehen. Schließlich sind wir ja nicht in der abgeschiedenen Pampa, sagt meine Logik. Trotzdem will mein Bauchgefühl, dass alles perfekt durchgeplant ist.
Immerhin: meine neuen Wanderschuhe passen perfekt und werden fleißig eingelaufen und die Tickets sind gebucht.
Das richtige Packen und in den Rucksack basteln wird nochmal aufregend. Vielleicht spiele ich zur Vorbereitung noch etwas Tetris und braucht man wirklich ein Notfallzelt?

Erste Anlaufschwierigkeiten

Mein erster Blogartikel!
Ich bin zwar immer noch am Rumbasteln und Formatieren, aber mit dem ersten Blogeintrag wird meiner Meinung nach alles eingeweiht und damit eröffnet!
Herzlich Willkommen also zu meinem neuen und ersten Blogeintrag 🙂

Und auch zu meinem ersten Bericht über unerwartete Probleme.

Ende Januar wurde mir mein Vertrag über einen Freiwiligendienst in Südafrika zugesandt und ich sollte ihn unterschrieben zurücksenden. Kein Problem! Ziemlich aufgeregt habe ich die Bedingungen und Informationen gelesen und habe das Gefühl genossen meinen ersten richtigen Vertrag zu unterschreiben. Außerdem war es für mich in diesem Moment der letzte Schritt, nachdem es kein Zurück mehr geben soll und ich mich endgültig für das Auslandsjahr entscheide.
Am folgenden Montag habe ich dann auch gleich den Vertrag zur Post gebracht, denn es sollte eine Frist eingehalten werden. Bis Freitag vor Fassenacht sollte der Vertrag da sein mit der Bemerkung, dass spätere Verträge nicht berücksichtigt werden.
Auf der Post wurde ich gefragt, ob ich den Super-Express-wirfahrendeinePostinderLimousinevorbei Dienst nehmen möchte, dann wäre der Vertrag am nächsten Tag da, oder ob ich ein normales Einschreiben bevorzugen würde.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch 4 Tage Zeit bis die Frist abläuft und dachte blauäugig, da 2-3 Tage Lieferung reichen, nehme ich das Einwurfeinschreiben.
Das Tolle am Einwurfeinschreiben ist, dass man einen Code für eine Sendungsverfolgung erhält und prüfen kann, wann der Brief ankommt. Normalerweise ist ein Einschreiben genauso lang wie ein Brief unterwegs und ich blieb optimistisch, als mein Schreiben dienstags schon bearbeitet war.
Als es aber donnerstags immer noch bearbeitet wurde und anscheinend mit Samthandschuhen hin und hergereicht oder gestreichelt wurde ohne es in das 2-Stunden Zugfahrt entfernte Bad Bonnef zu liefern, bekam ich langsam Panik.
Mit meinen Eltern beschloss ich noch bis Freitag zu warten, morgens nachzuschauen, ob es geliefert wurde und notfalls dort anzurufen. Ich verzog mich also in die Schule, während meine Eltern schließlich vormittags anriefen und mit einem liebenswürdigen Anfrufbeantworter reden konnten, der ihnen mitteilte, dass das Büro bis Aschermittwoch nicht besetzt sei.
Meine Panik erreichte ihren Höhepunkt. Ich hatte Angst, dass ich meinen Platz deswegen verliere und ja ich bin dann der Typ Mensch, der sich Vorwürfe macht warum ich es nicht anders gemacht habe. Ich habe mich also geärgert nicht die Expresssendung zu nehmen und habe ein bisschen verzweifelt überlegt, was ich denn machen würde wenn alles schiefgeht. Mein Wochenende war mäßig entspannt.
Samstags kam dann die Nachricht, meine Sendung läge zur Abholung in der Postfiliale vor Ort bereit und es läge ein Zettel im Briefkasten. Keine wirkliche Erleichterung meinerseits, aber Immerhin ist mein Brief angekommen, auch wenn ein Einwurfeinschreiben einfach in den Briefkasten eingeworfen werden kann. Meine Alternativlösungen wie schnell hinfaxen/mailen, Brieftauben losschicken oder doch einfach hinfahren und es persönlich abliefern, konnten also verworfen werden.
Also hieß es warten bis das Büro besetzt wird und zuversichtlich bleiben. Das schreibst sich so leicht, war aber das Schwierigste.

Heute sollte das Büro wieder besetzt sein und wir riefen erneut an. Alles in Ordnung der Vertrag ist da, ich bin jetzt ganz offiziell angenommen.
Vielleicht bin ich vor Erleichterung auch ein bisschen abgehoben als das Alles von mir abgefallen ist.

Aufgaben für die nächsten Tage: Vorfreuen!

Und an alle da draußen, die mich schon mit einer Spende unterstützt haben, einen riesigen Dank!
Für meinen Freiwilligendienst benötige ich nämlich auch Spenden, da nur 75% der Kosten vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) getragen werden und mein Trägerverein es sonst aus eigenen Mitteln finanzieren müsste. Da das DSJW (siehe Trägerorganisation) ein Verein mit knapp über hundert Mitgliedern ist und ca 50 Freiwillige losschickt, kann man sich vorstellen, dass die Kosten unmöglich zu tragen wären.
Der Freiwilligendienst soll aber trotzdem für jeden offen sein (unabhängig von der finanziellen Situation des Einzelnen oder der Organisation), weshalb die Restkosten eben als Spenden gesammelt werden sollen.
Ohne Spenden komme ich also nicht nach Afrika, weshalb jeder, der etwas gibt mich sozusagen auf die Reise schickt!
Noch gibt es den Spendenbutton allerdings nur bei Frau Mutti (das Blog meiner Mutter).
Und weil ich es nicht oft genug sagen kann: DANKE <3