Familienbesuch

Nach den wenigen Wochen Routine war es wieder Zeit für Abwechslung und meine Familie schaute vorbei! 

Ein bisschen aufgeregt und sehr vorfreudig erwartete ich meine Eltern und Brüder am Market Square und hoffte, dass Hinflug und Herfahrt auf der linken Seite klappen. Mit zweistündiger Verspätung tauchten sie endlich auf und ich merkte, dass ich sie alle ein wenig vermisst hatte, auch wenn ich mich in den folgenden Tagem erst wieder in unsere Familieneigenheiten einfinden musste 😀

Die ersten Tage verbrachten wir damit Wellington und Umgebung abzuklappern, ich schleifte alle hoch  auf den Berg zum Schwimmen in Bains Kloof, zeigte mein Projekt, wir waren bei Nozuko zu traditionellen Gerichten eingeladen und besichtigten die Spice Route, wobei ich es mehr als einmal bedauerte dass der Mietwagen für über 21 Jährige gemietet war. Ich bin es zu gewohnt selbst zu fahren und der Linksverkehr ist zu Beginn für meinen Bruder und meinen Vater doch ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen. Geholfen haben die Schotterstraßen wahrscheinlich auch nicht auf die und und Google Maps hin und wieder geschickt hat, aber immerhin machen sie mehr Spaß als Autobahnen 😉

Nachdem ich aufgeregt in Wellington umhergehüpft bin und versucht habe alles zu zeigen mit dem ich nur in Berührung gekommen bin und doch nur einen Bruchteil meines Alltags hier zeigen konnte, fing auch der Urlaub für mich an. Wir quetschten uns alle in den kleinen Mietwagen und es ging Richtung Cape Algulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas und den Treffpunkt von Atlantischem und Indischem Ozean.

Ein typisches Touristenbild musste sein und ich freue mich, dass wir mal wieder ein Familienfoto haben!

Nach einem herrlichen Tag am Indischen Ozean ging es weiter nach Kapstadt, viel Sightseeing musste abgearbeitet werden und auch wenn das Wetter am Anfang eher kalt und regnerisch war haben mehrere Fahrten mit den roten Touristenbussen unternommen und natürlich aus Trotz oben gesessen. 


In Afrika ist es schließlich warm und noch möchte ich nicht einsehen, dass Herbst ist und gerade in Wellington knacken wir noch täglich die 30 Grad und kein Regen ist in Sicht.

Zusammen ging es endlich nach Robben Island, nachdem ich schon früher versucht hatte mit der Amerikanischen Gruppe oder an anderen Tagen hinzufahren wo und die Fähren wegen Sturm oder technischen Problemen nie ausliefen. 


Fotos von Robben Island gibt es von mir kaum, nur den Blick auf den Tafelberg und einen kleiner Leutturm auf der Insel wollte ich fotografieren, an Gedenkstätten fühle ich mich sonst unwohl. Schließlich wird hier Verbrechen und Freiheitskämpfern gedacht und nicht nur Nelson Mandelas Zelle ausgestellt. 

Das beklemmende Gefühl, dass unser Besuch im Museumsgefängnis hinterlassen hatte, wurde zum Glück durch die raue Bootsfahrt zurück an die Waterfront abgeschüttelt und auch das Wetter in Kapstadt wurde von Tag zu Tag schöner, sodass wir sogar etwas Sonne genießen konnten als wir zum Kap der guten Hoffnung und an einem anderen Tag auf den Tafelberg wanderten.


Praktischerweise brachte die Familie eine sehr gute Kamera mit, unpraktischerweise sind darauf jetzt alle Bilder. Vielleicht postet meine Mama hier ein paar mehr Eindrücke.

Es war sehr sehr schön die ganze Truppe wiederzusehen und eine wunderbare Zeit mit euch!

Danke für den Besuch und vielleicht komme ich im August doch wieder nach Hause 😉