Ab in  die Wüste!

Es sind Winterferien für die Kinder und dank unserem überraschend guten Flohmarkt, konnten wir im Ferienprogramm ins Kino, zur Alpakafarm fahren und eine kleine Feier mit Kuchen und Fatcakes haben.


Nach dem Ferienprogramm schloss das Afterschoolprogramm nochmal für zwei Wochen und da nur ein Freiwilliger am Mosaic Center gebraucht wurde, war Lars so lieb und hat mir die zwei Wochen ‚freigegeben‘ und alleine Stellung gehalten. Danke <3

Nachdem mir von so vielen Südafrikanern das Nachbarland Namibia ans Herz gelegt wurde, wollte ich schließlich unbedingt dorthin. Ich suchte nach Reisegefährten und meine Pilgerfreundin Raika hatte Lust, Laune und Zeit auf einen Roadtrip und damit war die Sache beschlossen.
Nach diversen Skypetelefonaten und kleineren Planungen trafen wir uns mit unseren Flügen in Windhoek und haben uns direkt gefunden und sogar wiedererkannt 😀


Mit einem Dachzelt und einem SUV ausgerüstet,machten wir eine kleine Rundreise erst Richtung Hardap Damm, dann ins Sossusvlei (Kalahari) und zuletzt immer weiter nach Norden in den Etosha National Park Tiere schauen und schließlich noch an den Waterberg ein bisschen entspannen.


Namibia war noch einmal ein ganz anderes Erlebnis als Südafrika. Statt Straßen gibt es Schotterpisten und nur vereinzelt und 100km weit entfernt trifft man auf Dörfer und kleinere Städte. Die meisten Menschen sind auch Touristen oder unsere Guides mit denen man plötzlich über Trump redet und dann wird die Welt wieder klein. Überall das gleiche Thema 😉
Sehr praktisch an den langen Wegen und leeren Straßen:


Wir wussten immer wo wir geparkt hatten und hatten die Raststätten und Aussichtspunkte für uns. Außerdem waren wir auf jeder Schotterpiste glücklich über die teurere Variante eines Geländewagens- wir haben alle Schlaglöcher ohne Reifenpanne überstanden und konnten auf den Gravel Roads sogar mehr als 30km/h fahren ohne zu Tode geschüttelt zu werden.
Dafür begleiteten uns einmal eine Herde Zebras, wir entdeckten Warzenschweine am Seitenstreifen und die Warnhinweise für Wildtiere könnten meinetwegen auch in Deutschland aufgestellt werden.


Unsere erste Etappe ging direkt in die Kalahari und es war grandios einmal mitten in der Wüste zu stehen und auf Dünen zu klettern und mit Allrad durch den Sand zu Kurven. Für mich ein ganz neues Erlebnis und Gefühl und ich mag Wüsten jetzt genauso gerne wie das Meer.


Dann kam das Kontrastprogramm Swakopmund am Atlantischen Ozean und angrenzend die Wüste. Ein kleines Touristenstädtchen und wir nutzten die Zeit für einen kleinen Stadtbummel, genossen das ziellose Schlendern und sahen dabei Delfine, Flamingos, Robben und Pelikane an der Küste herum dümpeln.


Natürlich haben wir die wunderschönen Sanddünen nicht nur angeschaut, sondern wir wollten sie auch erklettern und dann herunter rutschen!
Das hat leider nicht ganz so geklappt wie wir es uns erhofft hatten, unsere Pappe ist zerrissen und hatte zu viel Reibung.

Notiz an uns selbst: Nächstes mal nehmen wir eine dieser Plastikschalen für Schnee mit oder versuchen es nochmal mit stärkerer Pappe 😀 ODer wir machen es wie die uns überholenden, professionellen Sandboarder und bringen eine komplette Skiausrüstung mit.

Nach Swakopmund machten wir uns auf in den Norden und stoppten hin und wieder, um uns Felsgravuren und Höhlenmalereien anzuschauen. Ein Guide führte uns dann herum und erzählte uns ein wenig zu der Geschichte und Bedeutung der Gravuren. Vor allem die Bedeutung der Giraffe gefällt mir gut: Sie holt mit ihrem langen Hals das Wasser vom Himmel und bringt Regen.
Alleine dürfen Touristengruppen die Malereien nicht mehr besuchen, da viele ihre eigenen Kritzeleien und Initialien zwischen die eigentlichen Bilder schnitzten.

Für zwei Tage ging es dann nach den vielen Bildern nach Etosha, wir wollten die Tiere schließlich auch in echt sehen.
Löwen haben wir dann zwar keine entdeckt, aber durch die flache Landschaft und die Trockenzeit gab es riesige Herden von Zebras, Gnus, Elefanten, Giraffen und Antilopen zu bestaunen.

Unsere letzte Etappe am Waterberg, war ein wenig wie Cluburlaub. Das Wetter war grandios und nach ein bisschen wandern oder besser gesagt zielgerichtetem Herumirren im Dickicht, trauten wir uns sogar für wenige Minuten in den eiskalten Pool.


Ein wunderbarer Urlaub, danke fürs Mitkommen Raika!
Für mich geht es zurück im Projekt ans Verabschieden in weniger als drei Wochen bin ich dann wieder zurück in Deutschland.

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