1. Etappe

Da das WiFi in vielen Orten oder Herbergen nicht frei oder nicht verfügbar ist, können die geposteten Artikel ab jetzt nicht mehr aktuell gepostet werden. Trotzdem versuche ich jeden Tag zu schreiben und es kann dann vorkommen, dass ich mehrere Artikel auf einmal veröffentliche 🙂

Am Dienstag sind wir wohlbehalten in Saint Jean Pied de Port angekommen und haben eine kleine und billige Unterkunft ergattert. Die Besitzerin ist äußerst tierlieb und hütet 10 Katzen und 4 Hunde, sodass ich wirklich keines unserer Haustiere vermissen musste. Dazu galt absolutes Schuhverbot und ganz im Sinne des Zen sollten wir uns gegenseitig respektieren. Ein bisschen schräg kam es uns schon vor, aber die Nacht konnte dort gut überstanden werden. Gleichzeitig haben wir dort andere Pilger kennengelernt und auch auf unserem Weg am nächsten Tag wiedergesehen. Man lernt sich wirklich unheimlich schnell kennen und schließt sich als Gruppe zusammen oder achtet während dem Laufen aufeinander. 

Die erste Etappe von Saint Jean Pied de Port bis nach Roncesvalles sind wir jedoch erst einmal nur zu dritt gelaufen und haben dann auf dem Weg andere Gruppen kennengelernt bis wir das letzte Stück als Teil einer größeren Gruppe gelaufen sind.
 Nach knappen 8 Stunden,26 km und vielen Höhenmetern, sind wir dann endlich in unser Pilgerherberge angekommen. 

  
Denn obwohl die Bergroute wegen Schnee gesperrt war, war die Alternativroute nicht unbedingt leichter. Diese verlief weiter unten im Tal entlang und schlängelte sich über die kleineren Hügel. 

  
Die eintönigen Passagen an der Straße entlang wurden durch eine fantastische Sicht weniger trostlos und nur der letzte Teil raubte alle Kräfte als es 2h lang nur noch steil nach oben ging. Mit einem hübschen Sonnenbrand und einer kleinen Blase sind wir ansonsten aber unbeschadet angekommen und haben an unserer ersten Pilgermesse auf spanisch teilgenommen. 

   
   
Die Messe fand in einer recht schönen Kirche statt und zumindest den Segen gab es in allen Sprachen der anwesenden Pilger.

  
So wurden vorher die Nationalitäten erfragt, um dann den Segen in koreanisch, afrikaans,englisch, deutsch, spanisch und weiteren Sprachen auszuteilen. Meiner Meinung nach eine sehr schöne Geste und auch die Herberge, die eigentlich ein umgebautes Kloster ist, ist sauber, hat warme Duschen und eigentlich kostenloses WiFi, dass heute aber leider nicht funktioniert.

Morgen soll es dann nach Larrasoana gehen!

7 Replies to “1. Etappe”

  1. Freut mich zu lesen, dass Eure Pilgerreise gut begonnen hat.
    Hoffentlich beschließt die kleine Blase sich zu verabschieden.
    Alles Gute für den Weiterweg!

  2. Toll, dass wir Euch bei diesem Abenteuer begleiten dürfen. Alles Gute für Euren Weg!

  3. Hach toll! Alles Gute für die Pilgerreise – ich bin gespannt auf Berichte :o)

    LG
    Ute

  4. Liebe Anne,
    Ich freue mich, dass ich deine Pilgerreise hier mitverfolgen darf. Vielen Dank dafür! Ich wünsche euch eine gute Reise, viele inspirierende Begegnungen, Momente der Stille und viel Spaß. Meine Bewunderung sei euch sicher 😉
    Liebe Grüße
    Angie