Erste Anlaufschwierigkeiten

Mein erster Blogartikel!
Ich bin zwar immer noch am Rumbasteln und Formatieren, aber mit dem ersten Blogeintrag wird meiner Meinung nach alles eingeweiht und damit eröffnet!
Herzlich Willkommen also zu meinem neuen und ersten Blogeintrag 🙂

Und auch zu meinem ersten Bericht über unerwartete Probleme.

Ende Januar wurde mir mein Vertrag über einen Freiwiligendienst in Südafrika zugesandt und ich sollte ihn unterschrieben zurücksenden. Kein Problem! Ziemlich aufgeregt habe ich die Bedingungen und Informationen gelesen und habe das Gefühl genossen meinen ersten richtigen Vertrag zu unterschreiben. Außerdem war es für mich in diesem Moment der letzte Schritt, nachdem es kein Zurück mehr geben soll und ich mich endgültig für das Auslandsjahr entscheide.
Am folgenden Montag habe ich dann auch gleich den Vertrag zur Post gebracht, denn es sollte eine Frist eingehalten werden. Bis Freitag vor Fassenacht sollte der Vertrag da sein mit der Bemerkung, dass spätere Verträge nicht berücksichtigt werden.
Auf der Post wurde ich gefragt, ob ich den Super-Express-wirfahrendeinePostinderLimousinevorbei Dienst nehmen möchte, dann wäre der Vertrag am nächsten Tag da, oder ob ich ein normales Einschreiben bevorzugen würde.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch 4 Tage Zeit bis die Frist abläuft und dachte blauäugig, da 2-3 Tage Lieferung reichen, nehme ich das Einwurfeinschreiben.
Das Tolle am Einwurfeinschreiben ist, dass man einen Code für eine Sendungsverfolgung erhält und prüfen kann, wann der Brief ankommt. Normalerweise ist ein Einschreiben genauso lang wie ein Brief unterwegs und ich blieb optimistisch, als mein Schreiben dienstags schon bearbeitet war.
Als es aber donnerstags immer noch bearbeitet wurde und anscheinend mit Samthandschuhen hin und hergereicht oder gestreichelt wurde ohne es in das 2-Stunden Zugfahrt entfernte Bad Bonnef zu liefern, bekam ich langsam Panik.
Mit meinen Eltern beschloss ich noch bis Freitag zu warten, morgens nachzuschauen, ob es geliefert wurde und notfalls dort anzurufen. Ich verzog mich also in die Schule, während meine Eltern schließlich vormittags anriefen und mit einem liebenswürdigen Anfrufbeantworter reden konnten, der ihnen mitteilte, dass das Büro bis Aschermittwoch nicht besetzt sei.
Meine Panik erreichte ihren Höhepunkt. Ich hatte Angst, dass ich meinen Platz deswegen verliere und ja ich bin dann der Typ Mensch, der sich Vorwürfe macht warum ich es nicht anders gemacht habe. Ich habe mich also geärgert nicht die Expresssendung zu nehmen und habe ein bisschen verzweifelt überlegt, was ich denn machen würde wenn alles schiefgeht. Mein Wochenende war mäßig entspannt.
Samstags kam dann die Nachricht, meine Sendung läge zur Abholung in der Postfiliale vor Ort bereit und es läge ein Zettel im Briefkasten. Keine wirkliche Erleichterung meinerseits, aber Immerhin ist mein Brief angekommen, auch wenn ein Einwurfeinschreiben einfach in den Briefkasten eingeworfen werden kann. Meine Alternativlösungen wie schnell hinfaxen/mailen, Brieftauben losschicken oder doch einfach hinfahren und es persönlich abliefern, konnten also verworfen werden.
Also hieß es warten bis das Büro besetzt wird und zuversichtlich bleiben. Das schreibst sich so leicht, war aber das Schwierigste.

Heute sollte das Büro wieder besetzt sein und wir riefen erneut an. Alles in Ordnung der Vertrag ist da, ich bin jetzt ganz offiziell angenommen.
Vielleicht bin ich vor Erleichterung auch ein bisschen abgehoben als das Alles von mir abgefallen ist.

Aufgaben für die nächsten Tage: Vorfreuen!

Und an alle da draußen, die mich schon mit einer Spende unterstützt haben, einen riesigen Dank!
Für meinen Freiwilligendienst benötige ich nämlich auch Spenden, da nur 75% der Kosten vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) getragen werden und mein Trägerverein es sonst aus eigenen Mitteln finanzieren müsste. Da das DSJW (siehe Trägerorganisation) ein Verein mit knapp über hundert Mitgliedern ist und ca 50 Freiwillige losschickt, kann man sich vorstellen, dass die Kosten unmöglich zu tragen wären.
Der Freiwilligendienst soll aber trotzdem für jeden offen sein (unabhängig von der finanziellen Situation des Einzelnen oder der Organisation), weshalb die Restkosten eben als Spenden gesammelt werden sollen.
Ohne Spenden komme ich also nicht nach Afrika, weshalb jeder, der etwas gibt mich sozusagen auf die Reise schickt!
Noch gibt es den Spendenbutton allerdings nur bei Frau Mutti (das Blog meiner Mutter).
Und weil ich es nicht oft genug sagen kann: DANKE <3

4 Replies to “Erste Anlaufschwierigkeiten”

  1. Liebe Anne,
    Anlaufschwierigkeiten gehören wahrscheinlich bei solchen Sachen einfach dazu. (Der Sohn eines Arbeitskollegen ist Anfang der Woche auf dem Weg zu seiner FSJ-Stelle irgendwo in der Thailändischen Provinz in Bangkok gestrandet – immerhin hat er inzwischen ’ne Steckdose, um sein Handy aufzuladen und WLAN-Zugang. 🙂 Alles andere wird sicherlich auch noch.)
    Freiwilligendienst in Afrika klingt toll und sehr abenteuerlich und ich bin sehr gespannt, was es hier in Zukunft zu lesen gibt.

  2. Polter, Polter, Polter !!!
    Stein vom Herzen gefallen.
    Freue mich schon auf weitere Beitraege.

    LG
    Oma Eis

  3. Liebe Anne,
    schön, den ersten Beitrag hier zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt auf alle, die noch folgen werden.
    Die erste Hürde hast Du schon mal genommen, wahrscheinlich werden noch ein paar andere kommen. Ich glaube aber, dass Du das alles ganz wunderbar meistern wirst. Über den Blog hast Du bestimmt ganz viele gedrückte Daumen und Gedanken, die Dich begleiten.

  4. Ich finde es ganz toll, daß man hier schon mitlesen kann, was im Vorfeld läuft. Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Beiträge.