Welcome to South Africa

17.08.2016

Auf dem Flughafen habe ich mich dann mal eben von Mama und Papa verabschiedet, ganz locker und leicht, denn irgendwie hatte ich mehr ein Klassenfahrtsgefühl als wir zu 50igst durch den Flughafen marschiert sind. Zu meiner Beruhigung habe ich sogar Mitfreiwillige gefunden, die ein ähnliches Gefühlswirrwarr hatten und haben, sodass ich mich augenblicklich besser fühlte und alle Zweifel als normal in meinem Gehirn ablegen konnte und kein Grund zur Beunruhigung mehr sind. Sie gehören dazu, genauso wie das Freuen!

Nach einem ewig andauernden Check-in bei dem mir fast meine Bastelschere abgenommen wurde, die ich achtlos mitsamt Mäppchen in letzter Minute in meinen Rucksack gefeuert hatte, hieß es noch einmal warten und warten.

Irgendwann waren wir aber alle auf unseren Plätzen im Flugzeug angekommen und ich genoß den Fensterplatz! Der hat mir beim Schlafen zwar nicht geholfen, aber die Aussicht war fantastisch, da wir zeitweise einen wolkenlosen Himmel und einen fast vollen, hellen Mond hatten.

Nach 10 Stunden Flug und einer 2 1/2 stündigen Busfahrt kamen wir dann auf einer Farm in Potch an, auf der unser Ankunftsseminar stattfindet. Es ist sehr merkwürdig links zu fahren und noch verwirrender ist es, wenn sich nicht alle ans rechts überholen halten. Dafür sehen wir direkt beim Aussteigen aus dem Bus unser erstes Zebra zwischen den Rindern und Pferden der Farm stehen.

Natürlich hatte niemand einen Foto zur Hand, aber es war trotzdem ein schönes Willkommensgeschenk.

Nach dem Betten beziehen wurde dann das Gelände erkundet. Sogar einen Naturpool gibt es hier und obwohl noch Winter ist, heizt die Sonne alles auf und nur im Schatten und in den Häusern bleibt es kühl, sodass man im Zwiebellook rumläuft, aber zur Abwechslung die Klamotten immer anzieht sobald es ins Haus geht.

Mittags hatten wir sogar schon eine Seminarstunde mit unseren altbekannten Liedern und es gab nähere Infos zu unseren Projekten. Schon Samstag geht es nämlich für alle Freiwilligen in ihre Projekte, nur Lars und ich fliegen erst Samstag nach Kapstadt und bleiben bis dahin im Mosaic Projekt in Potch.

Mit einem Lagerfeuer und einem Springboekkie ( ein Shot mit Minzschnaps und Amarula) und einer richtig coolen Band, die viele Lieder auswendig und spontan mit Trommel und Gitarre begleiten konnten, wurde der erste Tag auch schon beendet.
Ohne Sonne war es schlagartig kalt und durch den frühen Sonnenuntergang um 7 Uhr wird die Winterjacke auch wirklich gebraucht, genauso wie die vielen Decken und der Schlafsack. Allerdings ist ja auch noch Winter und ich bin schon auf den Sommer, der angeblich in wenigen Wochen beginnen soll und auf das Klima in Kapstadt, dass auf jeden Fall feuchter sein soll, gespannt.

Blöderweise klappt das Mobile Netz trotz neuer Simkarte bei meinem Handy (hoffentlich noch)  nicht, deswegen wird offline geschrieben und dann auf einen Schlag alles was sich so angesammelt hat veröffentlicht! Also bitte nicht von den Daten verwirren lassen!

One Reply to “Welcome to South Africa”

  1. Eigentlich lese ich hier nur still mit. Aber so ein großer Neuanfang muss kommentiert werden: Gute Wünsche aus Karlsruhe für ein wunderschönes Jahr voller toller Eindrücke und Erfahrungen.