Papp und GumBoot-Dancing

19.08.16

Mein erstes Papp! Eines der Nationalgerichte hier und ein einfacher Brei aus Maismehl mit warmer Bratensoße. Zum Frühstück :D.

Noch traditioneller ist es wohl Papp mit Milch zu essen, aber das dürfen wir irgendwann anders mal ausprobieren.

Es wird hier (zumindest auf dem Seminar) gerne warm, viel und sehr süß gegessen. Sogar der Saft und das Bier ist süßer hier, sodass das Bier wie Apfelsaft und der normale Fruchtsaft an Gummibärchen mit einem besseren Geschmacksaroma erinnert.

Unser Programm für heute war eine Erinnerung an unser Sicherheitsbriefing, was wir machen dürfen und eher vermeiden sollten, um uns nicht in Gefahr zu bringen. Eigentlich war es nur noch einmal eine Wiederholung von unserem Sicherheitscheck in Bad Honnef, aber das Auffrischen war nötig. Damach ging es in Kleingruppen zu den Projektleitern und man hat seine Aufgaben erklärt bekommen. Bei Lars und mir war das immer noch nicht möglich, weil kein Projektleiter aus Kapstadt da war. Allerdings soll das Projekt irgendwann so aufgebaut sein wie in Potch, also können wir uns schonmal eine grobe Vorstellung davon machen wie ein Arbeitstag abläuft.

Nachmittags konnte man entweder Bubble Football oder eine Art Bogenschießen-Paintball spielen.

Beim Bubble-Fußball kugelt man eigentlich nur die Gegend und trifft eher zufällig den Ball. Es macht allerdings auch viel mehr Spaß  gegen die anderen Leute zu springen und umzufallen, sodass der Fußball eher unbeachtet bleibt.
Statt einem normalen Abendessen fand dann heute ein Braai statt, ein kleines Grillfest mit viel Fleisch, Mais, Salat und einem mit Käse und Speck überbackenem Brot. Davon gibt es kein Foto, weil ich zu hungrig und das Essen zu lecker war, vor allem das Fleisch hier ist einfach fantastisch und einfach nicht mit irgendetwas Deutschem zu vergleichen. Es hat sogar schon drei Vegetarier dazu gebracht es wenigstens zu probieren, einfach weil Fleisch essen fast schon ein Teil der Kultur hier ist. Zumindest wird das Konzept „Vegetarier“ nicht ganz verstanden und es wird gerne Hühnchen als vegetarischer Ersatz zum Fleisch angeboten.

Kurz nach dem Essen wurden uns von Tanzgruppen aus den anliegenden Waisenhäusern wie aus dem  Abraham Kriel Center ein GumBoot Tanz vorgeführt.

In Gummistiefeln wird aufgestampft und erst in die Hände und dann auf die Gummistiefel oder andersrum oder gleichzeitig geklatscht und das alles so schnell, dass man mit den Augen kaum mitkommt. Danach durften ein paar Freiwillige es auch mal ausprobieren, aber richtig geklappt hat es nicht.

Danach traten die Mädchen mit einem „normalen“ Tanz auf, wobei schon das normal eine Untertreibung ist, weil die Kinder sich unglaublich gut bewegen konnten und wirklich Spaß daran hatten. Nach ihrem Tanz wurden wir dann von den Mädchen traditionell angemalt, sodass ich für den Rest des abends mit einem Smiley auf den Backen durch die Gegend gelaufen bin, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich eine traditionelle Bemalung war..

Cinthu (eine Mitfreiwillige) und ich mit unserer Bemalung! Durch das schlechte Licht vielleicht nicht allzu gut zu erkennen.

Nachdem die Kinder sich auf den Heimweg gemacht haben, wurde nur noch viel erzählt und der letzte Abend als große Gruppe genossen. Morgen werden wir dann auf die Projekte aufgeteilt und sehen uns erst alle in einem halben Jahr wieder. Für Lars und mich geht es aber erst mal mit nach Potch ins dortige Mosaic.

2 Replies to “Papp und GumBoot-Dancing”

  1. Ich freu mich dass es dir so gut geht. Ich bin schon jetzt gespannt auf den nächsten Eintrag!

  2. Ich bin durch Zufall auf dein Blog gestoßen und finde es so mutig, dass du dich für dieses Projekt gemeldet hast und nun für ein Jahr in Africa weilst. Ich wünsche Dir alles Gute und Liebe. Ich werde mit großem Interesse weiterlesen.