Ab nach Potch!

21.08.16

Gestern morgen wurden dann die Koffer wieder zusammengepackt und irgendwie muss mein Koffer geschrumpft sein oder meine Sachen müssen sich vermehrt haben, denn der Koffer ging kaum noch zu. Ich habe schon ein bisschen Angst vor Mittwoch, wenn es dann wieder ins Flugzeug geht und ich Gepäckmaße und die Anzahl der Gepäckstücke einhalten muss. Fürs erste mussten die Koffer aber nur in den Kofferraum von Lance, einem der Projektleiter von Mosaic Potch passen und wurden nach einer halben Stunde ruckeliger Fahrt über Staubpisten in das Cottage in Louises und Meyers (Leiter von Mosaic) Garten ausgeladen. In ihrem kleinen Gartenhüttchen dürfen Lars und ich bis Mittwoch wohnen, obwohl sie selbst erst diesen Sonntag wieder nach Hause kommen.

Nachdem unser Gepäck abgeladen war, ging es zum Kinderhaus Abraham Kriel, wo wir unser Mittagessen abholen sollten und das Gepäck der anderen Mosaic Freiwilligen umgeladen haben. Daa wurde dann schonmal zu ihrem Haus gebracht und wir verbrachten den restlichen Tag mit warten, erzählen und das Gelände erkunden bis Lance herausgefunden hatte, wo wir unser Essen abholen können und was der allgemeine Plan für heute ist.

So haben wir noch weitere Freiwillige aus Deutschland kennengelernt, die für drei Monate im Abraham Kriel arbeiten und uns ein bisschen was über die Arbeit im Waisenhaus erzählen konnten, die wahrscheinlich härter ist als bei unseren Mosaic Projekten, da wir nicht 24h auf der Arbeit sind und so riesige Gruppen an Kindern selbstständig betreuen müssen.

Perfekt zur Mittagszeit konnten wir dann auch unser Essen abholen und bekamen noch riesige Pakete an Essen mit, sodass wir uns über das Wochenende selbst versorgen können und den Mengen nach zu urteilen die Nachbarschaft gleich mit. Zumindest für Lars und mich haben sie sich etwas vertan, da wir genauso viel Essen mitbekommen haben wie die vier anderen Mosaic Freiwilligen.

Also steht schonmal fest, dass wir sonntags (heute also) zu ihrem Haus laufen und gemeinsam kochen. Die Gegend wurde uns gestern schon ein wenig von Lance gezeigt, der uns auch schon die Einsatzplätze im township gezeigt hat. Dabei hat er versucht uns auch mit den Straßen vertraut zu machen und die leicht anderen Straßenregeln zu erklären. Außer das man am Stoppschild als guter Freiwilkiger auch wirklich stoppt und die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält, gilt nämlich an Kreuzungen „wer zuerst kommt fährt zuerst“, was doch ungewohnt ist. Nachdem Lance auch noch diebisch gelacht hat als wir immer von der falschen Seite ins Auto steigen wollte, waren alle Veränderungen, die mit dem Linksverkehr einhergehen abgedeckt und er ging mit uns und seiner Tochter in die Mooi Rivier (Schöner Fluss) Mall ein Eis essen.

Eigentlich mehr warme Zimtschnecke als Eis, aber trotzdem sehr sehr lecker :).  Dann war der Tag auch schon rum und wir sind bei unseren Häusern abgesetzt worden und eigentlich direkt ins Bett gefallen mit dem Ziel AUSSCHLAFEN!

Das hat sogar geklappt und nach einem Frühstück mit Müsli <3 liegen wir gerade noch faul in der Sonne und machen uns dann so um 1 Uhr auf zu den anderen Freiwilligen einkaufen und Mittagessen kochen. So weit sind unsere Tage hier noch sehr entspannt und ich fiebere auf mein Projekt hin! Vor allem freue ich mich darauf in meinem neuen Zuhause anzukommen und meinen Koffer für ein Jahr nicht mehr packen zu müssen!.
Ein kleines nachträgliches Bild von unserem spontanen Braai mit den anderen Freiwilligen am Abend:

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