Frühling und Geburtstage

Viel passiert letzte Woche und ich habe nie die Motivation gefunden direkt alles aufzuschreiben..  Abends war ich immer zu müde und mittags zu faul, also gibt es einen zwei Wochenbericht.

Wir werden mittlerweile routinierter was unsere Aufgaben angeht und lösen auch den Alarm des Zentrums nicht mehr ausversehen aus. Die Kinder haben sich mittlerweile an uns gewöhnt, die Namen kann ich auch schon einigermaßen und es wird immet entspannter das Programm vorzubereiten und dann auch durchzuführen. 

Als neuen Zusatz zum Programm wird auch ein Mittagessen angeboten, sodass ich Papp mit Milch zumindest mal gesehen habe 😀 Einfach etwas Zucker und Milch darüber gießen und das geschmacksneutrale Papp wird zur Süßspeise!

Die Woche endete samstags mit e einer Geburtstagsfeier bei Nozuko, ihre Mutter feierte mit der ganzen Familie und lud uns ein auch zu kommen. Da wir etwas mitbringen durften, beschlossen Lars und ich ein paar Vorurteile über Deutsche zu bestätigen und kauften fleißig alle Zutaten für einen Kartoffelsalat ein. Speckwürfel haben wir zwar keine gefunden und auch bei den Ölen wurden wir nicht recht fündig, da es entweder sehr teures Oliven- oder nur billiges Bratöl in 3 Liter- Kanistern gab. Wir entschieden uns alternativ für Avocadoöl und einen Streifen Bauchspeck, liehen uns eine Plastikschüssel ( Tupper rules!)  von Yolandi und schnippelten los. Für unseren ersten Kartoffelsalat ist er sogar recht gut gelungen und auch gut angekommen. Ob das am Geschmack lag oder weil es etwas Deutsches war, beurteile ich jetzt mal nicht 😀

Nach einer kurzen Fahrt nach Paarl wurden wir herzlich von Nozukos Familie begrüßt und ich wurde zu den Ladies auf das Sofa gesetzt, Lars zu den Männern an den Küchentisch. Nach einem süßen Mixed Beer (etwas gewöhnungsbedürftiger Ananas- und Zitronengeschmack) wurden wir mit Abendessen versorgt. 

Reis mit einer Art Gulasch, Linsen in einer süß-sauren Soße, Nudelsalat, Kartoffelsalat und nicht auf dem Bild ein Rote-Beete-Salat mit Ziegenkäse und viel Kuchen!

Der Abend verging schnell mit lauter Musik, ein wenig Tanz, unverständlichen Gesprächen in Xhosa, langen Gesprächen in Englisch und endete mit der Einladung jederzeit wiederkommen zu dürfen, wenn uns langweilig ist, wir ihre Hunde als Haustierersatz knuddeln wollen, wir Hunger haben oder Gesellschaft brauchen. Also eigentlich immer.

Die Heimfahrt war etwas gruselig, wir sollten in der Nähe des Townships alle Ampeln ignorieren und die Kreuzungen auch bei Rot ohne anzuhalten überqueren. Die Wahrscheinlichkeit nachts einen Unfall zu bauen ist hier anscheinend geringer als in Gefahr zu geraten, wenn man brav an der Ampel wartet und wirklich überfahren hier alle Autofahrer nachts die Rotphasen. Ein schlechtes Gefühl hatte ich trotzdem dabei, da bin ich wohl noch zusehr Fahranfänger in der Probezeit 😀

Montag war der wichtigste Tag der Woche: Mein Geburtstag! Der das erste Mal im Frühling war! Somit bin ich ab sofort ein Frühlings- und Herbstkind 😉

Mein selbstgekaufter Geburtstagskuchen:

Etwas andere Geburtstagstafel im Office als von Zuhause gewohnt, aber auch mit mindestens genauso lieben Menschen 🙂
Dienstags würde nachträglich zu meinem Geburtstag mit Lars auswärts im Under Oaks gegessen mit einem fantastischen Ausblick. 

Zum Ausblick Cider und Pizza und ich konnte meinen Geburtstag perfekt ausklingen lassen 🙂

Die Woche verging alltäglich und das ist ein neues Gefühl hier Alltag zu haben. Das Afterschoolprogramm nimmt den ganzen Nachmittag ein Man freut sich sogar auf die Ferien, denn dann geht es nach Kapstadt! Drei Tage der einwöchigen Ferien werden noch durch ein kleines Ferienprogramm für die Kinder belegt und dann haben wir Zeit für einen viertägigen Trip 🙂

Diesen Samstag wurde eifrig geplant  und langsam aber sicher machen wir uns auch daran die langen Sommerferien zu organisieren. Das dauert aber alles noch und wir feiern erstmal mit Nozuko, Yolandi und dem Rest der Familie den Braai-Day (der nationale Feiertag der das kulturelle Erbe des Grillens (Braai) ehrt). Ich kann Deutschland als Grillnation jetzt leider nicht mehr Ernst nehmen.

In diesem Sinne: Happy Braai Day ihr Amateur-Griller in Deutschland!