Umzug und ein Kurzurlaub

Endlich durften wir unsere Sachen packen und umziehen!

Unsere neue Hütte ist eine richtige Studentenbude, obwohl nur ein echter Student hier wohnt. Unsere anderen beiden Mitbewohner sind Helikopterpiloten (der eine ist Engländer) und alle drei sind sehr nette Leute. Berto, der Student, kann wegen der Proteste gegen die Studiengebühren gerade nicht zur UNI und sein Examen machen, weshalb er das Leben genießt und es oft Braai-Abende mit seinen Kommilitonen gibt. Unsere beiden Piloten dagegen arbeiten schon früh morgens und sehr viel, sodass wir sie tagsüber kaum zu Gesicht bekommen. Dafür trifft man sich abends und lässt den Tag ausklingen.

Unser Haus:

Sogar mit kleinem Pool!

Mein Zimmer sieht noch etwas leer aus:

Aber die Gesellschaft macht unseren Umzug am Schönsten! Dazu dürfen wir jetzt auch Freunde einladen, haben Wlan und es gibt kein Alkoholverbot mehr (letzteres war zwar auszuhalten aber unnötig!).

Das nächste Wochenende wurde für einen Trip nach Hermanus verplant. Noch ist dort Walsaison und Alex, Lars und ich beschlossen zusammen hinzufahren. Schließlich ist der Ort nur 2 Stunden entfernt und wir dürfen das Mosaic-Auto benutzen, wenn wir den Sprit bezahlen. Freitagabend ging es dann direkt los und über eine landschaftlich abenteuerliche Route über die Berge nach Hermanus. Wir kamen im Hermanus Bagpacker unter und fielen nach dem Abendessen direkt ins Bett, um Samstag mit der Küstenroute loszulegen.

Die Coastal Route führt von Hermanus immer weiter an der Felsküste entlang zu einem riesigen Sandstrand und soll der beste Platz zur Walbeobachtung von Land aus sein. Mit einem Fernglas bewaffnet wanderten wir los und genossen die Aussichten aufs Meer und hielten immer wieder an, um Seehunde zu beobachten oder Ausschau nach Walen zu halten.

Letztere ließen sich leider nicht blicken, die Hauptsaison ist schon vorbei und das Meer war zu unruhig, aber professionell sahen wir dabei schon aus:

Gemütlich schlendernd kamen wir gegen Mittag am Strand an und erweiterten den Spaziergang, um die vielen gestrandeten Blue Bottle Quallen und Schnecken anzuschauen.

Mit dem Taxi fuhren wir danach noch zum Old Neighbours Market, der gerade in dem Momrnt schloss als wir ankamen. Trotzdem bummelten wir an den Ständen vorbei und erhaschten noch einen letzten Blick auf die Ware.

Nach einer längeren Mittagspause fuhren wir noch zum Old Harbour und kletterten an die Felsenküste.

Den Abend verbrachten wir mit einer deutsch-englisch gemischten Truppe, die wir im Bagpacker kennengelernt hatten und trafen später sogar noch eine deutsche Freiwilligengruppe aus Kapstadt. Es sind doch mehr Deutsche in Südafrika als gedacht!

Über Betty’s Bay und Stellenbosch fuhren wir am Sonntag wieder nach Hause und schauten eben Pinguine statt Wale.

Und Dassies lungerten auch hier herum!

Mit einem Kaffee in Stellenbosch beendeten wir unseren kleinen aber feinen Kurzurlaub.

Die Woche startete wieder alltäglich, Mittwoch holten wir Rebekka (auch aus Deutschland) vom Flughafen ab, sie hilft uns für einen Monat im Projekt. Das passt natürlich perfekt, denn die Amerikaner kommen schon nächste Woche und werden alle Tage etwas auf den Kopf stellen. Unsere Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren: Nielen denkt sich eifrig Trump-Witze aus und klärt den Hausbau ab, während Lars versucht den Schiffscontainer der unsere Küche wird, möglichst günstig hierher transportieren zu lassen.

Ansonsten genießen wir die milden Frühlingstage mit 35 Grad und ich habe noch immer Spaß am Afterschoolprogramm!

Zusammengefasst: Uns geht es ziemlich gut und wir können uns nicht beklagen!

One Reply to “Umzug und ein Kurzurlaub”

  1. Schön, dass es euch gut geht. Ich folge dir auch auf Instagram und hatte da schon die Gegend beim Walbeobachtungsausflug bewundert. Das neue Zuhause sieht auch gut aus – ich hoffe, ihr könnt den Pool ausgiebig genießen.

    Weiterhin alles Gute aus dem kühlen (derzeit sogar noch verschneiten) Norden.